Neu entdeckt: Ausgefallene Leckerbissen zur Weihnachtszeit!

Bonn (OTS) - Vorschlag zur Anmoderation (live im Studio) (Uhrzeit/Stationcall) Es ist jedes Jahr dasselbe: In der Weihnachtszeit zieht man los und sucht nach ganz ausgefallenen Leckereien. Schließlich will man die Lieben zu Hause nicht enttäuschen - und zu einer weihnachtlichen Atmosphäre gehört einfach was Besonderes auf den Tisch. Unser Tipp: Probieren Sie mal Pastinaken, Topinambur, Schwarzwurzeln, Emmer oder Einkorn. Diese Namen klingen zwar wie exotische Musikinstrumente oder Fabelwesen, sind aber in Wirklichkeit fast vergessene Gemüse- und Getreidesorten. Zu finden sind diese Leckerbissen im Bioladen oder auf dem Bio-Markt. Denn der ökologische Landbau entdeckt diese Produkte zunehmend neu. Dazu gehört auch der Champagnerroggen: eine alte Getreideart, die zum Beispiel in Brandenburg angebaut wird. Mitverantwortlich dafür ist Rudolf Vögel vom Landesumweltamt Brandenburg: Was genau ist denn Champagnerroggen - wird hier Roggen mit Champagner veredelt?

O-Ton Vögel: Nein, der Champagnerroggen ist eine alte, historische Getreidesorte aus der französischen Campagne. Das Zuchtmaterial ist ursprünglich zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach Norddeutschland gebracht worden und wurde dort an unsere Klima- und Bodenverhältnisse in langen Jahren züchterisch angepasst.

Moderator: Ich habe gelesen, dass der Champagnerroggen in der ehemaligen DDR sogar noch bis in die 60er Jahre angebaut wurde. Warum ist er dann von den Feldern verschwunden?

O-Ton Vögel: Er hat auf guten Böden zu wenig Ertrag gebracht, die zweieinhalb Meter Strohlänge blieben nicht aufrecht stehen, er ist umgefallen und das führte zu großen Ernteproblemen.

Moderator: Und wieso fangen dann gerade die Bio-Bauern jetzt wieder an, diese Roggensorte zu pflanzen?

O-Ton Vögel: Weil sich der Champagnerroggen aus verschiedenen Gründen hervorragend für biologische Produktionsweise eignet. Er ist anspruchslos, er ist sehr angepasst, er benötigt keine chemischen Mineraldünger und das wirkt alles zusammen und führt dazu, dass biologische Landwirte sehr interessiert sind, so etwas anzubauen.

Moderator: Wie schmeckt denn Brot aus Champagnerroggen überhaupt?

O-Ton Vögel: Wir erhalten Rückmeldungen von Verbrauchern, dass es ein kräftiges Roggentypisches, trotzdem mildes Brot ist, angenehm im Geschmack. Tatsache ist, dass jeder Bäcker das Brot handwerklich, individuell beeinflusst. Sie bekommen einfach bei jedem Bäcker ein anderes Champagnerroggenbrot.

Vorschlag zur Abmoderation (live im Studio) Vielen Dank, Rudolf Vögel! Bisher ist Champagnerroggen-Brot allerdings ein regionales Produkt, das es nur in Berlin und Brandenburg zu kaufen gibt. Aber es wird daran gearbeitet, das Brot überall in Deutschland anzubieten. Wer jetzt Lust hat, zu Weihnachten ausgefallenes Gemüse oder besondere Getreidesorten zu probieren, der erhält weitere Infos zum Beispiel im Bioladen oder unter www.oekolandbau.de. [Musik]

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