Cumarin in Zimt: Süße Verlockung mit bitterem Nachgeschmack

www.konsument.at zeigt, welche zimthältigen Produkte hohe Cumarin-Werte aufweisen und welche Erzeugnisse ohne größere Bedenken verzehrt werden können.

Wien (OTS) - Es gehört so untrennbar zu Weihnachten wie kaum ein anderes Gewürz: Zimt. Ob nun die allseits beliebten Zimtsterne, Tee mit Zimtaroma oder Lebkuchen und Bratäpfel: Mit Zimt ergibt sich oftmals erst das typisch weihnachtliche Geschmackserlebnis, das - ob nun Schnee oder nicht - für festliche Stimmung sorgt. Doch Vorsicht:
Wie ein aktueller Test des Onlineportals www.konsument.at zeigt, enthalten die meisten analysierten Proben weitaus mehr Cumarin als gesundheitlich unbedenklich ist. Ähnliche Ergebnisse haben bereits im Herbst dieses Jahres in Deutschland für Aufregung gesorgt.

Cumarin ist ein natürlicher Aromastoff, der in vielen Pflanzen enthalten ist, aber in größeren Mengen genossen unter anderem Leberschäden verursachen kann. Laut Aromen-Verordnung darf ein Kilogramm eines Lebensmittels maximal zwei Milligramm Cumarin enthalten. Die Hersteller vertreten hingegen die Auffassung, Zimt sei ein Gewürz und die Cumarin-Höchstmenge in der Aromenverordnung daher auf Zimtprodukte nicht anzuwenden. Dennoch hat das Onlineportal www.konsument.at diesen Grenzwert als Maßstab genommen und dabei festgestellt, dass die zulässige Höchstmenge bei Zimtstern- und Zimtsternteigproben um das 10- bis über 20fache überschritten wurde. "Bei so hohem Cumaringehalt ist wenig Naschen dringend ratsam. Maximal zwei Zimtsterne pro Tag sind für ein Kindergartenkind genug. Aber auch Erwachsene sollten beim Griff nach den Zimtsternen vorsichtig sein und nicht eine ganze Packung auf einmal verdrücken", empfiehlt "Konsument"-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck.

Das Onlineportal hat neben Zimsternen auch zimthältige Frühstückscerealien, Zimtpulver, diverse Süßspeisen und einen Kindertee unter die Lupe genommen. Eben so viel Cumarin wie Zimtsterne wiesen die von Kindern oft heiß geliebten Frühstückscerealien auf. "Mit nur einer Portion Ceralien hat ein Kindergartenkind mitunter schon mehr Cumarin geschluckt, als pro Tag tolerierbar ist. Für tagtäglich sind daher Frühstückscerealien ohne Zimt die bessere Wahl", rät Beck. Entwarnung gibt es bei Süßspeisen wie "Ölz Winter Gupf" und "Toni Kaiser Original Wiener Apfelstrudel". Nicht nachweisbar war Cumarin im getesteten "Sonnentor"-Kindertee.

Vor allem der teurere Ceylon-Zimt weist geringere Werte an Cumarin auf. Allerdings wird der stärker belastete Cassia-Zimt aus Kostengründen von der Lebensmittelindustrie bevorzugt.
Mit welcher Zimtart Lebensmittel gewürzt sind, steht aber in der Regel nicht auf der Verpackung. Beck empfiehlt daher:

  • Wenn möglich Ceylon-Zimt statt Cassia-Zimt ausprobieren (ist vorwiegend in Apotheken erhältlich).
  • Zimt als Gewürz sparsam verwenden.
  • In Maßen genießen: Nur einmal pro Woche Zimt und zimthältige Lebensmittel konsumieren. Kinder sollten nicht mehr als 10 Zimtsterne oder 100 Gramm zimthältige Frühstückscerealien pro Woche zu sich nehmen.

Das Onlineportal www.konsument.at berichtet ausführlich über die Testergebnisse. Eine Tabelle informiert über die Menge der zimthältigen Lebensmittel, die maximal pro Tag in bestimmten Altersgruppen konsumiert werden sollte.

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Testmagazin "Konsument"
Mag. Sabine Burghart
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
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