Partik-Pablé/Grosz: Innsbrucker Schul- und Polizeibehörden dürfen nach Gewalttat nicht den Kopf in den Sand stecken!

Gehrer und Prokop müssen rasch handeln

Wien (OTS) - Heftige Kritik an der Verhaltensweise der Behörden in Innsbruck nach der Gewalttat von 30 türkischen Jugendlichen an einer 13-Jährigen übte heute BZÖ-Bürgeranwältin Dr. Helene Partik-Pablé in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz. "Sowohl die Schul- als auch die Polizeibehörden tun so, als ob nichts passiert wäre. Wie so oft wird nur über neue Programme und Maßnahmen gesprochen, aber nichts durchgeführt, vor allem aber keine Sofortmaßnahmen gesetzt".

Partik-Pablé, die mit den Eltern der betroffenen Schülerin ständig in Kontakt steht, zeigte sich in diesem Zusammenhang empört darüber, dass weder die Polizei noch irgendjemand von der Schulbehörde Kontakt mit dem Mädchen oder den Eltern aufgenommen habe. "Es wurde keine psychologische Betreuung angeboten und keine Perspektiven für die Zukunft entwickelt. Schließlich muss ja das Schulleben für das 13-jährige Mädchen weitergehen. Es kann sicherlich nicht dabei bleiben, dass die Schuldirektorin die Schülerin auffordert, das Bundesland zu verlassen".

Die BZÖ-Bürgeranwältin forderte ÖVP-Innenministerin Liese Prokop und ÖVP-Bildungsministerin Elisabeth Gehrer in einem Brief auf, rasch die untergeordneten Behörden im Interesse des Mädchens zum Handeln zu bewegen. Partik-Pablé verlangt u.a. die sofortige Einberufung eines Krisengipfels zur Analyse des Attentates und der Vermeidbarkeit, die Sicherstellung einer psychologischen Betreuung der betroffenen Schülerin, die Kostenübernahme durch das Land falls das Mädchen in einem anderen Bundesland untergebracht werden muss, einen Krisenplan für die Zukunft durch Schulbehörde und Sicherheitsbehörde sowie die Durchleuchtung der Aufenthaltsberechtigungen der gewalttätigen Schüler. Weiters kündigte die Bürgeranwältin eine parlamentarische Anfrage des BZÖ an.

BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz zeigte sich betroffen, dass ein solcher Fall in Österreich überhaupt passieren kann. Die Reaktionen der Schuldirektorin sowie von Tiroler Politikern von SPÖ und ÖVP sei ein Skandal im Sinne des Opferschutzes. "Es kann und darf nicht sein, dass unter den Augen des Rechtsstaates unsere Schüler von terrorisierenden Prügelbanden aus der Türkei heimgesucht werden. Wir verlangen daher eine sofortige Überprüfung des Aufenthaltstitels der Mitglieder dieser Prügelbande und deren Abschiebung. Solche kriminellen Ausländer, die offenbar nicht bereit waren und sind sich zu integrieren, haben in unserem Land nichts verloren und bringen ungerechtfertigt diejenigen Ausländer in Verruf, die sich an die Gesetze halten und fleißig in Österreich arbeiten".

Grosz kündigte abschließend an, dass BZÖ-Sozialministerin Ursula Haubner das Bundessozialamt in Innsbruck mit der Hilfestellung für das Mädchen beauftragen werde. (Schluss)

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