Rieder verleiht Viennovation-Awards

Hauptgewinner: Otto Bock Healthcare und SYMENA Software & Consulting - Innovativster Nachwuchsforscher: Dr. Thomas Prohaska

Wien (OTS) - Die Stadt Wien verleiht heuer zum ersten Mal in Kooperation mit der Verlagsgruppe News die "Viennovation-Awards - die Auszeichnung für Forschung in Wien". Am Dienstag überreichte Finanz-und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder gemeinsam mit News Geschäftführer Oliver Voigt sowie Mag.a Edeltraud Stitinger, Geschäftsführerin des Zentrums für Innovation und Technologie (ZIT -das ist die Technologieagentur der Stadt Wien - die Viennovation-Trophäen an die Preisträger.****

Mit den Viennovation Awards werden herausragende Beispiele für Forschungs- und Entwicklungsleistungen in insgesamt drei Kategorien prämiert und zwar für die besten Projekte in Industrie- und Forschungsinstitutionen (Kategorie 1), für die besten Projekte von Start-Up-Unternehmen (Kategorie 2) sowie für die besten Projekte von Nachwuchsforschern (Kategorie 3). Ausgewählt wurden die Siegerprojekte von einer hochkarätigen Expertenjury, der unter anderem Präsident Prof. Dr. Peter Schuster von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Herr Univ.Prof.i.R. Dr. Heinz Slupetzky von der Universität Salzburg, Institut für Geographie und Geologie, Herr Univ.Prof. Dr. Christoph Zielinski von der Klinischen Abteilung für Onkologie, Universitätsklinik für Innere Medizin I (Medizinische Universität Wien), und Frau Direktorin Dr. Gabriele Zuna-Kratky vom Technischen Museum angehörten.

Otto Bock Healthcare: Gewinner in der Kategorie Industrie- und Forschungsinstitutionen

In der Kategorie Industrie- und Forschungsinstitutionen belegte den ersten Platz die Otto Bock Healthcare Products GmbH für den sogenannten "DynamicArm". Otto Bock hat mit diesem Hightech-Produkt die weltweit erste elektronisch gesteuerte Ellbogen-Prothese entwickelt, die es dem Benützer ermöglicht, den Arm schnell zu positionieren, wobei die Bewegungsabläufe optisch und funktionell den natürlichen Abläufen angeglichen sind. Durch an der Muskulatur angebrachte Elektroden steuert der Anwender die benötigte Kraft und Geschwindigkeit der Armbewegung und schließlich die Position des Arms.

Den zweiten Preis in dieser Kategorie belegte die TTTech Computertechnik AG mit dem Technologieprojekt "DECOS - Dependable Embedded Components and Systems". Ziel des EU-geförderten Projekts DECOS ist es, dass schon in naher Zukunft mehrere voneinander völlig unabhängige Funktionen auf derselben verteilten Hardware-Architektur ausgeführt werden können. Der Einsatz einer solchen Lösung wird die Aufwände für Entwicklung, Produktion und Wartung senken und die Zuverlässigkeit von Applikationen erhöhen können.

Der dritte Preis ging an die Frequentis GmbH für das Projekt "Security Improvement for ATM". Bei dem im Jahr 2005 abgeschlossenen Projekt wurden neuartige Möglichkeiten und Eigenschaften für Flutlotsensysteme entwickelt. Kernaspekt dabei war die Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit in der Sprach- und Datenkommunikation zwischen Fluglotsen und Piloten sowie zwischen Tower und Flugverkehrskontrollzentrale.

Weitere Nominierte in dieser Kategorie waren arsenal research, Bender MedSystems GmbH, Henkel Central Eastern Europe GmbH, Intercell AG, ÖBB-Infrastruktur Bau AG, OMV AG sowie die Philips Austria GmbH.

SYMENA Software und Consulting GmbH Gewinner in der Kategorie "Die innovativsten Start-Up-Unternehmen"

Den ersten Preis in der Kategorie "Innovativste Start-Up-Projekte verlieh die Jury an die SYMENA Software und Consulting GmbH. Mit der Software "Capesso" von Symena, einem Spin-off-Unternehmen der Technischen Universität Wien, können die verschiedenen Mobilfunknetze erstmals effizient gemeinsam optimiert werden. Dadurch kann die Anzahl der Sendemasten deutlich reduziert und die Leistung gesteigert werden, was zu einer Kostenminimierung führt.

Auf Platz 2 landete die Plasmo Industrietechnik GmbH mit dem Projekt "Qualitätssicherungs- und Kontrollsysteme in der Lasermaterialbearbeitung". Plasmo Industrietechnik hat ein High-Tech-Prüfverfahren für die Schweißtechnik entwickelt, das für eine fehlerfreie und qualitätsoptimierte Produktion sorgt. Dank der interdisziplinären Kombination von Sensorik, Lasertechnik und Optik können Schweißfehler in jedem Arbeitsschritt erkannt und so unter anderem auch der Materialausschuss minimiert werden.

Für den dritten Platz in dieser Kategorie wurde die meteomedia GmbH für das Projekt: "Unwetterwarnsystem INDUS" ausgewählt. Durch präzise Wetterprognosen und postleitzahlgenaue Unwetterwarnungen ist der "meteomedia" zu einem der führenden Wetteranbieter in Österreich geworden. Mit INDUS wurde ein individuelles, dynamisches Unwetterprognosesystem entwickelt, das in Europa einzigartig ist und weitaus exaktere Unwetterwarnungen als bisher erlaubt. Behörden und Katastrophenschutzeinrichtungen haben mit INDUS, das 2008 in die Testphase gehen soll, erstmals ein Tool, das es erlaubt, auch nichtmeteorologische Daten, wie Flusspegel oder Schadstoffmessungen in das ganzheitliche Warnsystem einzubinden.

Dr. Thomas Prohaska ist Wiens innovativster Nachwuchsforscher

Zum innovativsten Nachwuchforscher wurde Dr. Thomas Prohaska ausgewählt, und zwar für seine Arbeit "VIRIS - Holistische Isotopenanalyse". Dabei hat er das Plasma-Massenspektrometer zur Untersuchung von anthropologischen Fundstücken, Kunst- und Kulturgütern sowie Lebensmitteln auf ihre Echtheit und Herkunft weiterentwickelt. Der Vorteil der holistischen Isotopenanalyse:
Durch die exakte Technik werden die wertvollen Güter so gut wie nicht beschädigt.

Platz 2 in der Kategorie "Wiens beste Nachwuchsforscher" ging an Dr. Norbert Zimmermann. Unter dem Projekttitel "Die Domitilla-Katakombe in Rom" hat er mit den Hilfsmitteln der 3D-Technik eines Laserscanners erstmals in einem virtuellen Raummodell die topographischen Zustände und Entwicklungen der größten Katakombe Roms dargestellt und dokumentiert.

Den dritten Platz errang Dr. Kaja Harter-Uibopuu mit dem Projekt "Gerichtswesen in den Polis des römischen Kleinasien". Die Historikerin für Alte Geschichte untersucht das Gerichtswesen in den griechischen Städten Kleinasiens (heutige Westtürkei). Zum einen untersucht sie die Entwicklung des Prozessrechtes innerhalb der jeweiligen Polis, zum anderen, ob es Einflüsse von außen auf die jeweilige Polis gab (z.B. römische Rechtsvorschriften). Dabei greift Harter-Uibopuu auf alte Steininschriften sowie Literatur der Zeit des 1. Jh v. Chr. bis zum 3. Jh. n. Chr. zurück. (Schluss) gaw

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