Studiengebühren: Broukal kritisiert Neugebauer-Aussagen als "künstliche Panikmache"

Wien (SK) - Als "leicht durchschaubare künstliche Panikmache" kritisiert SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal die heutige Aussage von VP-Abgeordneten Neugebauer zu den Studiengebühren. Es sei richtig, dass in einigen deutschen Bundesländern, darunter Bayern, ab nächstem Jahr Studienbeiträge eingehoben werden. Deshalb von einem Ansturm deutscher Studierender auf österreichische Universitäten zu sprechen, halte keiner Überprüfung stand, so Broukal am Dienstag. ****

"Es würde sich wohl für niemanden auszahlen, um 125 Euro im Monat Studiengebühr zu vermeiden, regelmäßig nach Innsbruck oder Salzburg zu pendeln. - eine Zugfahrt München-Innsbruck kostet im günstigsten Fall 40 Euro. Wenn ein Studierender zumindest zehn Mal im Monat an die Uni muss, dann würde das allein 400 Euro Fahrtkosten bedeuten -und das, um sich 125 Euro Studiengebühren zu ersparen?", so Broukal.

Für den SPÖ-Wissenschaftssprecher sind Neugebauers heutige Aussagen ein weiterer Versuch der ÖVP, mit "argumentativen Purzelbäumen" die Studiengebühren zu rechtfertigen. "Keiner aus der ÖVP konnte mir bisher erklären, was diese Gebühren für eine Erhöhung des AkademikerInnenanteils in Österreich, für den offenen Zugang zu höherer Bildung ohne soziale Selektion, für die Förderung von Lehre und Forschung bringt - aber genau das sind die wissenschaftspolitischen Herausforderungen. Wir brauchen mehr AkademikerInnen in Österreich und keine sozialen Barrieren", bekräftigte Broukal abschließend. (Schluss) ah

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