Studie der Arbeiterkammer bestätigt Forderungen der Kinderfreunde

Kollross: Umfassendes Maßnahmenpaket bei der Kinderbetreuung und die Einführung des Vaterschutzmonats würde Abhilfe schaffen!

St. Pölten (OTS) - "Jetzt haben wir schwarz auf weiß die Ergebnisse der verfehlten Politik der letzten Regierung dokumentiert" kommentiert Andreas Kollross, Landesvorsitzender der Kinderfreunde Niederösterreich, die Ergebnisse der neuesten Studie der L&R Sozialforschung im Auftrag der Arbeiterkammer.

"Leider wurden unsere Befürchtungen allesamt bestätigt" berichtet Kollross über die Studie. In der Tat gelingt nur noch 19% der Kindergeldbezieherinnen der Wiedereinstieg ins Berufsleben. Im Vergleich dazu stiegen bei den Karenzgeldbezieherinnen noch 42% im zweiten Jahr nach der Geburt ins Berufsleben ein.

"Die lange Pause vom Berufsalltag macht es Frauen beinahe unmöglich, wieder an ihren alten Arbeitsplatz zurück zu kehren", erklärt Andreas Kollross. Die Kinderfreunde fordern daher schon seit Langem eine Flexibilisierung des Kindergeldes. "Es muss den Betroffenen überlassen bleiben, wie lange sie Kindergeld beziehen.

Vaterschutzmonat

Die Studie bestätigt auch eine zweite Forderung der Kinderfreunde:
Die Einführung des Vaterschutzmonats! Nur 3,5% der Kindergeldbezieher sind Männer. "Hier setzt unsere Forderung nach einem Vaterschutzmonat an. Mit unserer "Papa Aktiv Tour" haben wir im Vorjahr in allen Bezirkshauptstädten Niederösterreich auf diese Thematik hingewiesen. Die Kinderfreunde fordern daher die Einführung eines Vaterschutzmonates. Väter sollen das Recht auf vier Wochen Sonderurlaub nach der Geburt eines Kindes erhalten. Wir erwarten uns durch diese Maßnahme eine stärkere Beteiligung der Väter und eine wesentliche Entlastung der Mütter", so Kollross.

Kinderbetreuung

Neben Kindergeld und Vaterschutzmonat fordern die Kinderfreunde auch eine Neuorganisation der Kinderbetreuung und der elementaren Bildung. "Bildung beginnt für uns bereits im Kindergarten. Bildung ist ein Menschrecht und muss somit frei und gratis zugänglich sein. Wenn wir den Kindergarten als Bildungseinrichtung begreifen, muss folgerichtig auch dieser gratis sein. Auch am Nachmittag", erläutert Kollross die Forderung der Kinderfreunde.

Mit der aktuellen Kampagne "Jetzt schlägt´s 13!" wollen die Kinderfreunde auf dieses Problem aufmerksam machen. "Bisher haben schon über 20.000 Menschen diese Forderung der Kinderfreunde mit ihrer Unterschrift unterstützt". Fotos von den Aktionstagen können auf www.jetztschlaegts13.at betrachtet werden.

Um Frauen den Wiedereinstig nach der Kinderpause zu ermöglichen bedarf es eines umfassenden Gesamtangebotes: flexibles Kindergeld, stärkere Einbindung der Väter und eine ausreichende Anzahl von gratis Kindergartenplätzen. All diese Forderungen der Kinderfreunde werden von der aktuellen Studie bestätigt. Jetzt ist die Politik am Zug. Wir erwarten, dass die kommende Regierung sich dieser Probleme stellen wird", so Kollross abschließend.

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