Verwaltungspreis 2006 für Elektronisches Datenmanagement des Lebensministeriums

EDM vereint moderne Verwaltung und Umweltschutz

Wien (OTS) - Für innovative und effiziente Leistungen der Verwaltung, die für Bürger und Unternehmen gleichermaßen nützlich sind, wurde gestern, Montag, das Projekt "Elektronisches Datenmanagement (EDM) in der Umwelt- und Abfallwirtschaft" des Lebensministeriums ausgezeichnet. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel überreichte den Innovationspreis 2006 von Bundeskanzleramt, der Raiffeisen-Landesbank Oberösterreich und der Industriellenvereinigung Oberösterreich an den Leiter des EDM-Projektes im Lebensministerium, Franz Mochty, und sein Projektteam. Von insgesamt 126 Einreichungen wurden zehn Projekte ausgezeichnet. Im Juni 2006 wurde EDM bereits im Rahmen des BEST-Projektes der Generaldirektion Unternehmen und Industrie als eines von sieben Best Practice Beispielen für E-Government-Andwendungen auf europäischer Ebene präsentiert.

Das im Lebensministerium seit 2002 entwickelte Projekt "EDM in der Umwelt- und Abfallwirtschaft" soll schrittweise herkömmliche, papierbasierte Aufzeichnungen und Meldungen im Umweltbereich durch effizientes eGovernment ersetzen. Über EDM können zum Beispiel Hersteller, Sammel-/Verwertungssysteme und Abfallsammler wie insbesondere Gemeinden ihre Meldungen zur Verwertung von Elektroaltgeräten bequem elektronisch einbringen. "Das Lebensministerium war und ist immer bestrebt, moderne Kommunikations-und Informationstechnologien einzusetzen. Durch die Vielfalt der Aufgaben und den engen Kontakt zur Öffentlichkeit ist die Einbeziehung moderner Technologien in die Verwaltungsabläufe des Ressorts ein Muss", so der zuständige Sektionschef, Leopold Zahrer.

Basis ist ein zentrales und nach internationalen Standards vereinheitlichtes Register, das alle in Österreich tätigen Abfallsammler, -behandler und -erzeuger, Elektrogeräte-Hersteller und andere Meldepflichtige wie etwa nach dem Emissionszertifikategesetz erfassen soll. Das bedeutet eine deutliche Reduktion des Verwaltungs-und Kostenaufwandes ohne Abstriche beim Anspruch auf ein hohes Umweltschutzniveau. Gleichzeitig erleichtert das zentrale Portal die nationale und internationale Abstimmung durch die Einbindung von Behörden, Interessensvertretungen und Betroffenen.

Die Registrierung aller Meldepflichten kann ebenso wie die Einbringung elektronischer Meldungen bereits über das EDM-Portal abgewickelt werden. Für Behördenzugänge wird die Integration in den Portalverbund vorbereitet. Zukünftig sollen auch Erlaubnis- und Genehmigungsanträge über das zentrale EDM-Portal auf www.edm.gv.at an die zuständige Behörde übermittelt werden.

"EDM in der Umwelt- und Abfallwirtschaft" ist auch Teil des E-Government-Masterplans der Bundesregierung. Durch die einfachere Übermittlung von Anträgen und Meldungen, die elektronische Abwicklung über ein zentrales Portal sowie die einmalige Erfassung und Wartung von Stammdaten für alle Bereiche in einem zentralen Register ist EDM darüber hinaus ein wichtiger Beitrag zur Verwaltungsreform.

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