AK: Umtausch und Reklamation bei Kauf vereinbaren! (1)

AK gibt hilfreiche Tipps für’s Weihnachtsshoppen - Gutscheine gegen Bares ist grundsätzlich nicht möglich - Seriöse Spendensammler tragen Gütesiegel

Wien (OTS) - Wer noch in letzter Minute Weihnachtsgeschenke kauft, für den gilt wie bei jedem anderen Einkauf: Kassazettel aufheben! Ist die Ware beschädigt, kann der Konsument eine Reparatur oder einen Austausch verlangen. Die Gewährleistungsfrist beträgt zwei Jahre. Wer nach Weihnachten umtauschen möchte, sollte den Umtausch am Besten am Kassazettel vereinbaren. Denn: Es gibt kein automatisches Umtauschrecht.

"Kassazettel oder Rechnung unbedingt aufheben", rät AK Konsumentenschützer Harald Glatz. Denn ist ein Produkt beschädigt, kann mit der Rechnung leicht bewiesen werden, wann und wo das Produkt gekauft wurde. Bei einem fehlerhaften Produkt soll sich der Konsument an den Händler wenden. "Er kann eine Reparatur oder einen Austausch verlangen", sagt Glatz. Der Händler kann aber auch auf eine Reparatur bestehen, wenn der Austausch für ihn wirtschaftlich nicht zumutbar ist.

Achtung: Wer am Christkindlmarkt kauft, hat kein Rücktrittsrecht. Glatz rät, "trotzdem die Rechnung aufzuheben und den Standl-Inhaber vermerken zu lassen. Beschädigte Ware kann jedenfalls mit der Rechnung reklamiert werden."

Wer nach Weihnachten umtauschen möchte, weil das Christkind nicht das Passende gebracht hat, sollte wissen: Der Händler ist nicht verpflichtet, die Ware umzutauschen, da es kein gesetzliches Umtauschrecht gibt. Der Umtausch muss ausdrücklich vereinbart werden. "Lassen Sie gleich auf der Rechnung oder dem Kassabon eine Bestätigung mit der Umtauschfrist vermerken", erklärt Glatz. Manche Händler räumen einen Umtausch von sich aus ein. Umtauschzusagen sind da schon vorgedruckt. Vorsicht: Umtausch bedeutet nicht "Geld zurück", sondern der Kunde kann nur eine andere Ware wählen. "Findet er nichts Passendes, muss er sich mit einem Gutschein zufrieden geben", erläutert Glatz.

Wer Gutscheine vom Christkind bekommt, für den gilt: Ist kein Datum vermerkt, sind Gutscheine 30 Jahre lang gültig. Eine vertragliche Verkürzung der Gültigkeit ist möglich, z.B. durch aufgedruckte Einlösungsfristen. Gutscheine gegen Bares ist grundsätzlich nicht möglich. Es können die Waren oder Dienstleistungen aus dem jeweiligen Sortiment gekauft werden. Kostet das Produkt weniger als der Gutschein wert ist, bekommt der Einlöser für den Rest meist einen neuerlichen Gutschein.

Wer auch zu Weihnachten spendenfreudig ist und wissen will, ob der Spendesammler seriös ist, findet das auf der Homepage des Österreichischen Spendengütesiegels heraus unter www.osgs.at. Dort werden jene Organisationen aufgezählt, die das Spendengütesiegel haben.
(Forts.)

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