Plassnik: "Humanitäre Botschafter Österreichs in Bosnien und Herzegowina"

Außenministerin ehrt persönliches Engagement von Annemarie Kury, Univ. Prof. Dr. Martin Salzer und Univ. Prof. Dr. Gregor Wollenek

Wien (OTS) - "Engagierte Menschen können direkt und greifbar vermitteln, dass die Österreicher und Österreicherinnen eine bessere Zukunft für die Menschen in Bosnien und Herzegowina wichtig nehmen und sie bereit sind, sich dafür auch ganz unmittelbar einzusetzen", sagte Außenministerin Ursula Plassnik anlässlich der Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens an Annemarie Kury und des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich an Univ. Prof. Dr. Martin Salzer und Univ. Prof. Dr. Gregor Wollenek, die heute im Außenministerium für ihr Engagement in Bosnien und Herzegowina geehrt wurden.

"Es freut mich, gerade jene Personen vor den Vorhang bitten zu können, die durch ihren persönlichen Einsatz einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Beziehungsgeflecht zwischen unseren beiden Ländern noch enger zu knüpfen. Und zwar auf einer Ebene, die am meisten zählt: der zwischenmenschlichen. Durch ihre Anteilnahme und ihr Engagement haben Annemarie Kury, Prof. Martin Salzer und Prof. Gregor Wollenek die Beziehungen zwischen Österreich und Bosnien-Herzegowina mit besonderer menschlicher Wärme erfüllt", so Plassnik.

"Durch ihren großen persönlichen Einsatz können alle drei mit Fug und Recht als "humanitäre Botschafter Österreichs" bezeichnet werden. Ihr zutiefst menschliches Engagement ist Teil dessen, was ich unter "Außenpolitik konkret" und gelebter Nachbarschaft verstehe. Mit und durch sie werden eine Vielzahl privater Initiativen ausgezeichnet, die unsere Beziehungen mit Leben erfüllen. Sie zeigen aber auch auf, was noch an Wiederaufbauarbeit vor uns liegt", so Plassnik weiter.

"Seit Beginn der Balkankrise ist Annemarie Kury mit ihrem mit Hilfsgütern voll bepackten Auto in der Region unterwegs, um das Leid der betroffenen Menschen zu lindern", betonte die Außenministerin. Aus einer ersten spontan-menschlichen Reaktion angesichts der Fernsehbilder über die Not der Menschen in der Region sind inzwischen fast 160 Hilfsfahrten geworden, mit denen Frau Kury unermüdlich und oft auch unter persönlichem Risiko sozial Bedürftige konkret unterstützt.

"Der international anerkannte Orthopäde Prof. Salzer hat durch seine Operationstätigkeit in Sarajewo seit mehr als zehn Jahren hunderten Menschen ein neues Leben eröffnen können", fuhr die Außenministerin fort. Prof. Salzer habe auch wesentlich dazu beigetragen, die medizinische Versorgung behinderter Menschen zu verbessern. Daneben engagiere er sich für den Aufbau einer öffentlich finanzierten Behindertenbetreuung, betonte Plassnik.

Prof. Wollenek erfülle mit seiner Aktion das Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" mit Leben. Durch ein Expertenteam von Freiwilligen werden bosnische Ärzte unter seiner Leitung aus- und weitergebildet und damit das bosnische Gesundheitssystem nachhaltig unterstützt. "Durch den Aufbau einer Kinderherzchirurgie in Sarajewo kann den betroffenen Kindern aller Volksgruppen rasch und unmittelbar vor Ort geholfen werden. Für Prof. Wollenek ist Helfen im wahrsten Sinne des Wortes ein Herzensanliegen", schloss die Außenministerin.

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