Psychotherapie im Regierungsübereinkommen Wahlversprechungen wahr machen - auch für psychisch kranke Menschen

Wien (OTS) - Im Rahmen des vergangenen Wahlkampfes war die Gesundheitspolitik und die Si-tuation der Gesundheitsversorgung der Österreicherinnen und Österreicher ein zen-trales Thema.

Im Hinblick auf die Regierungsverhandlungen möchten wir dringend daran erinnern, dass Psychotherapie noch immer nicht als flächendeckende Sachleistung allen Pati-entInnen zur Verfügung steht, obwohl diese seid 1992 im Allgemeinen Sozialversi-cherungsgesetz (ASVG) als Gesundheitsleitung verankert ist.

Die WHO warnt, dass im Jahr 2020 Depression bereits die am häufigsten gestellte Diagnose sein wird. In Österreich leiden 10 % der Bevölkerung zumindest vorüber-gehend an depressiven Erkrankungen.

Psychische Erkrankungen steigen markant an: Aus Zahlen des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger geht hervor, dass die Zahl der Krankenstandstage bei ArbeiterInnen und Angestellten seit 1991 um 76,9 % angestiegen ist. Heute gehen fast 30 % der Krankenstände auf psychische Belastungen zurück.

Psychische Gesundheit ist ein Wert, der sowohl für das gesellschaftliche Zusam-menleben als auch für die Arbeits- und Leistungsfähigkeit höchste Priorität hat.

Der ÖBVP fordert die EntscheidungsträgerInnen auf, dafür zu sorgen, dass nachfol-gende Punkte im Regierungsübereinkommen aufgenommen werden:

  • Abschluss eines Gesamtvertrages für Psychotherapie gemäß § 349 ASVG
  • Etablierung der gesetzlichen Berufsvertretung der PsychotherapeutInnen
  • Bundesweite Einführung der Kostenerstattung für die psychotherapeutische Behandlung auch bei Fehlen einer gesamtvertraglichen Regelung
  • Ausbau der psychotherapeutischen Leistungen in Institutionen

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Margret Aull, Präsidentin
Dr. Eva Mückstein, Vizepräsidentin
Tel.: 01/513 17 304
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