ÖH-Service: Argumente gegen Studiengebühren

Eine Woche Mahnwache vor der SP-Zentrale

Wien (OTS) - Aus aktuellem Anlass stellt ihnen die Pressestelle
der Österreichischen HochschülerInnenschaft Argumente gegen Studiengebühren zur Verfügung. Die ÖH will die Diskussion damit wieder auf eine inhaltliche Ebene bringen und die SPÖ daran erinnern, warum sie ursprünglich für die Abschaffung der Gebühren war. Die ÖH verlangt die Abschaffung der Studiengebühren nicht nur, weil es ein Wahlversprechen der SPÖ war, sondern weil sie Studiengebühren aus vielen Gründen für nicht sinnvoll in unserem Uni-System hält, egal in wie vielen anderen Ländern es Gebühren gibt.

Bei der Mahnwache, die noch bis zu den Bildungsverhandlungen am Mittwoch jeden Tag ab 15 Uhr vor der SP-Zentrale in der Löwelstraße stattfindet, werden den SPÖ PolitikerInnen Argumentationsleitfäden gegen Studiengebühren überreicht.

  • Studiengebühren führen zu höherer Erwerbstätigkeit und verzögern dadurch das Studium. 80% der Studierenden müssen zusätzlich zum Studium arbeiten.
  • Studiengebühren sind sozial selektiv, sie belasten wie alle Gebühren ökonomisch bgenachteiligte Gruppen stärker.
  • Studiengebühren schrecken Menschen vom Studieren ab.
  • Studiengebühren haben einen enormen Verwaltungsaufwand mit sich gebracht, der einen wesentlichen Teil der Gebühren verschlingt.
  • Der zeitliche Druck auf Studierende ist gestiegen. Es geht nicht mehr darum, sich kritisch und intensiv mit einer Materie zu beschäftigen.
  • Die Anträge zum ÖH Sozialfonds haben sich seit Einführung der Studiengebühren verfünffacht.
  • Ausländische Studierende sind besonders stark betroffen. Sie müssen doppelte Studiengebühren zahlen, dürfen aber nicht arbeiten.
  • Studiengebühren bedeuten Ökonomisierung der Bildung, Bildung ist keine Ware.
  • Die Studiengebühren rechnen sich weder budgetpolitisch noch bringen sie tatsächliche Verbesserungen an den Unis. Sie sind rein ideologisch motiviert.
  • Studiengebühren bilden eine besondere Hürde für Frauen im Zugang zu Bildung. Aufgrund der geschlechtsspezifischen Einkommensschere belasten Studiengebühren Studentinnen stärker als Studenten.
  • Vor allem für kinderreiche und einkommensschwache Familien bedeuten Studiengebühren eine große Belastung.
  • Bildung muss in einer Wissensgesellschaft allen zugänglich sein! Der Staat hat dies zu gewährleisten. Der Zugang zu Bildung muss für alle offen stehen.
  • Studiengebühren verschärfen die finanzielle Abhängigkeit von den Eltern.
  • StudentInnen mit Kind (11%) sind besonders stark betroffen.
  • 45 000 Studierende mussten ihr Studium gleich nach Einführung der Gebühren abbrechen.
  • In Österreich gibt es jetzt schon zu wenige AkademikerInnen.
  • Bildung ist kein Privileg, sondern ein Recht.

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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