ASBÖ-Präsident Schnabl bedauert das fehlende Bekenntnis der EU zur Ersten Hilfe im Straßenverkehr

Wien (OTS) - Eine jüngst beschlossene EU-Richtlinie überlässt es den Mitgliedsstaaten, ob der Erste-Hilfe Kurs Voraussetzung für den Erwerb eines Führerscheins ist oder nicht. "Es ist nicht verständlich, warum die EU keine einheitliche Verpflichtung zu Erste-Hilfe Kursen vorsieht", kritisiert Franz Schnabl, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, "immerhin ereignen sich auf Europas Strassen rund 1,3 Millionen Verkehrsunfälle mit 1,7 Millionen Verletzte und rund 41.500 Toten allein im Jahr 2005. Das professionelle Erlernen von Sofortmaßnahmen am Unfallort wäre ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit."

Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (ASBÖ) bietet, als eine der großen Rettungsorganisationen Österreichs, seit Jahrzehnten erfolgreich Erste-Hilfe Kurse in Österreich an. Schnabl: "Aus unserer Erfahrung als Rettungsorganisation wissen wir, wie wichtig die richtig erbrachte Erste Hilfe am Unfallort ist; und zwar egal, in welchem Mitgliedsstaat sich der Unfall ereignet. Die jetzige Regelung bedeutet für die EU-Bürger, dass sie bei einem Unfall nicht in ganz Europa auf die Hilfe gut geschulter Autofahrer hoffen können."

"Initiativen, wie die Europäische Charta für Straßenverkehrssicherheit, arbeiten für EU-weit einheitliche Regelungen zur Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit. Eine Richtlinienregelung hätte für die Bürger aber jetzt schon Rechtssicherheit gebracht", bedauert Präsident Schnabl abschließend.

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