Weinzinger: Kindergeld entpuppt sich als Armutsfalle für Frauen

Grüne: Arbeitsmarktchancen für Frauen drastisch verschlechtert

Wien (OTS) - "Das Kindergeld bringt den Frauen langfristig große finanzielle Einbußen. Ein weit unter der Armutsgrenze liegendes Kinderbetreuungsgeld und fehlende Erwerbschancen erhöhen das Armutsrisiko massiv. Wiedereinsteigerinnen bleiben oft nur Teilzeitjobs oder prekäre Arbeitsverhältnisse" , kritisiert Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen. Eine Studie der AK hat nun bestätigt, dass es unter der Schwarz-Blau-Orangen Regierung zu einer massiven Verschlechterung der Arbeitsmarktchancen von Wiedereinsteigerinnen gekommen ist. Nur mehr jede 5. Wiedereinstiegerin kann zwei Jahre nach der Geburt wieder ins Berufsleben zurückkehren. Lange Phasen ohne Erwerbseinkommen und viele Jahre in schlecht bezahlten Teilzeitjobs drücken die Fraueneinkommen und bringen lebenslange und nicht wieder aufholbare Einkommensverluste. "Besonders hart getroffen werden Alleinerzieherinnen. Fast jede 3. Alleinerzieherin hat kein existenzsicherndes Einkommen. Ein unhaltbarer Zustand." so Weinzinger.

"Ein Maßnahmenpaket für Wiedereinsteigerinnen in den Arbeitsmarkt ist daher schon längst überfällig. Zur Zeit werden Frauen durch die fast alleinige Zuständigkeit für die Kinderbetreuung systematisch vom Arbeitsmarkt gedrängt", meint Weinzinger. Zu einer Veränderung könne es nur durch ein gezieltes Maßnahmenpaket zur Förderung des Wiedereinstiegs kommen. Das Grüne Karenzmodell, das kürzere Karenzphasen, dafür jedoch für beide Elternteile, vorsieht und zudem erwerbseinkommensabhängig ist, würde die Arbeitsmarktchancen von Frauen stark erhöhen. Ein Recht auf Kinderbetreuung soll Frauen tatsächliche Wahlmöglichkeiten und eine bessere Verhandlungsposition auf dem Arbeitsmarkt bieten.

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