Bures: SPÖ-Modell beseitigt Schwächen des Kindergeldes

Einkommensschere kann ein Stück geschlossen werden

Wien (SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures sieht im späteren Wiedereinstieg ins Berufsleben "eine der großen Schwächen des Kindergeldes". In der aktuellen Studie der Arbeiterkammer sieht Bures deshalb auch eine Bestätigung des SPÖ-Modells, das ein maßgeschneidertes Kindergeld mit höherem Betrag bei kürzerem Bezug vorsieht. "Der SPÖ geht es darum, die Beschäftigungshindernisse für Frauen auszuräumen; wir wollen einen früheren Wiedereinstieg fördern und die Väterbeteiligung ausbauen", so Bures am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Das SPÖ-Modell sieht einen fixen Topf für jedes Kind vor. Die Höhe der monatlichen Rate, die von diesem Kindergeld-Konto ausbezahlt wird, können die Eltern wählen. Beschließen Eltern also zum Beispiel, nur 15 Monate Kindergeld in Anspruch zu nehmen, sollen sie dafür gleich viel bekommen wie Eltern die 30 Monate lang in Karenz gehen. Geht derzeit eine Mutter nach 15 Monaten wieder voll arbeiten, fällt sie um das Kindergeld für die restliche Zeit um.

Arbeitnehmerinnen werden aktuell benachteiligt

Eine Ungerechtigkeit sieht Bures im aktuellen Modell auch deshalb, weil Arbeitnehmerinnen vom Kindergeld in wesentlich geringerem Maße profitieren, als Selbstständige und Bauern. Bei Arbeitnehmern sinkt die durchschnittliche Zahl von Kindergeld beziehenden Eltern im dritten Lebensjahr der Kinder auf 51 Prozent der Zahl im zweiten Lebensjahr der Kinder. Bei Selbstständigen liegt dieser Prozentsatz bei 78 Prozent und bei Bauern bei 80 Prozent.

Mit dem SPÖ-Modell lasse sich auch die Einkommensschere ein gutes Stück schließen, weil Frauen weniger Berufszeiten verlieren. Auch die Väterbeteiligung müsse ausgebaut werden: "Was den schwedischen Vätern möglich ist, sollte den österreichischen nicht verwehrt werden." In Schweden gehen 17 Prozent der Väter in Väterkarenz, in Österreich beziehen nur 3,11 Prozent der Männer Kindergeld. (Schluss) se

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