BM Haubner: Forderung nach einer Abschaffung der Zuverdienstgrenze bestätigt - flexibleren Bezug ermöglichen

Wien 2006-12-18 (BMSG/OTS) - Sozialministerin Ursula Haubner sieht sich durch die heute veröffentlichte Studie der Arbeiterkammer in ihrer Forderung nach einer Abschaffung der Zuverdienstgrenze bestätigt. Österreich habe in den letzten Jahren enorme Fortschritte im Bereich der Familienförderung erreicht, jetzt gelte es diesen Erfolgsweg weiter auszubauen. Eine jüngst veröffentlichte Studie des IHS kommt ebenfalls zum Schluss, dass die österreichischen Familienleistungen im internationalen Vergleich im absoluten Spitzenfeld liegen. In Österreich ist mit Einführung des Kinderbetreuungsgeldes der richtige Weg des universellen Bezuges des Kinderbetreuungsgeldes unter Einbeziehung der Väter eingeschlagen worden. Deshalb muss auch in Zukunft unabhängig von einer Erwerbstätigkeit das Kindergeld zur Verfügung stehen. "Die Abschaffung der Zuverdienstgrenze wäre eine weitere wichtige Maßnahme, um tatsächlich allen Eltern den Genuss des Kinderbetreuungsgeldes zu ermöglichen. Insbesondere Väter könnten ohne Zuverdienstgrenze besser Beruf und Familie vereinbaren. Hier sollte aber auch die Möglichkeit eines flexiblen Bezugs geschaffen werden", betont Sozialministerin Ursula Haubner. Es sei wichtig den Eltern Freiheit zu geben und nicht, wie von der AK gefordert, neue Geldgrenzen oder Arbeitszeitbeschränkungen einzuführen.

Zahlen der Statistik Austria zeigen auch, dass der Wiedereinstieg in Österreich funktioniert. So sind nach den aktuellen Frauenerwerbsquoten 31,1% aller Frauen mit Kindern von 0-2 erwerbstätigt. Dies ist nur wegen der Zuverdienstmöglichkeit beim KBG machbar, während es beim Karenzgeld de facto ein Berufsverbot gab. Bei Kindern zwischen 3-5 Jahren steigt die Zahl auf 68,5 % an und erreicht mit Kindern zwischen 10-14 Jahren das Maximum von 78,3%. Diese Steigerung zeigt, dass der Wiedereinstieg in den Beruf, speziell bei Frauen, die während des Bezuges die Zuverdienstmöglichkeit nutzen, trotz aller Probleme großteils funktioniert. Auch hier ist klar, dass eine Abschaffung der Zuverdienstgrenze die Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch besser fördern würde.

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