ARBÖ fordert Nachbesserung bei Abgasgrenzwerten für neue PKW durch EU-Umweltminister

Die vom Europäischen Parlament abgesegneten Abgasgrenzwerte sind viel zu weich und kommen zu spät

Wien (OTS) - Österreichs Autokäufer haben ein Recht auf möglichst saubere Fahrzeuge. Daher fordert der ARBÖ von den heute tagenden Umweltministern der EU dringende Nachbesserungen bei den Abgasgrenzwerten für neue Pkw, die das Europäische Parlament vergangene Woche beschlossen hatte. Diese Grenzwerte kommen zu spät und sind viel zu weich, kritisiert der ARBÖ. Vom noch amtierenden heimischen Umweltminister Josef Pröll erwartet sich der ARBÖ mehr Einsatz im Ringen um strengere Grenzwerte.

Mit den vom Europäischen Parlament in der Vorwoche beschlossenen neuen Grenzwerten für Neufahrzeuge schreibt die EU jene strengeren Grenzwerte für Diesel-Pkw, die in Japan und in Amerika schon 2008 gelten, praktisch erst ab 2015 vor, kritisiert ARBÖ-Geschäftsführer Leo Musil. Die Kritik des ARBÖ konzentriert sich vor allem auf die vorgesehenen Emissionsgrenzwerte für Stickoxide (NOx) bei neuen Dieselfahrzeugen. Der Etappenplan sieht vor, diesen Wert von derzeit 250 Milligramm pro Kilometer bis 2011 für alle Neuzulassungen auf 180 Milligramm (Euro 5) und ab 2015 - ebenfalls für alle Neuzulassungen -auf 80 Milligramm (Euro 6) abzusenken. Leo Musil: "Dass dieser strenge Grenzwert erst für 2015 für neue Fahrzeuge vorgeschrieben werden soll, ist völlig unverständlich. Die Technologie dafür ist ja schon vorhanden. Und es ist nicht einzusehen, dass Europa hinter Japan und den USA hinterherhinkt, wo die Reduktion auf 80 Milligramm schon für 2008 vorgeschrieben wird". Erst kürzlich bekam Mercedes für die BlueTec Technologie den ARBÖ-Umweltpreis, die den Stickoxid-Ausstoß bis zu 80 Prozent verringert und die in den USA 2008 mit dem E-320 bereits auf dem Markt ist.

"Mit Euro 5 wird der Status Quo praktisch bis 2011 festgeschrieben statt Verbesserungen zu bringen", kritisiert Musil. Unverständlich ist die geplante Ausnahme nicht nur für Rettungsfahrzeug, sondern auch für schwerere Geländewagen mit 7 Sitzen (inklusiv Fahrer), die erst im Jahr 2012 auf 180 Milligramm NOx absenken müssen. "Diese Ausnahme ist durch nichts gerechtfertigt und war im Entwurf der EU-Kommission auch gar nicht vorgesehen", argumentiert der ARBÖ-Geschäftsführer.

Die neuen Grenzwerte für Partikel bzw. die geplante Absenkung von 25 auf 5 Milligramm pro Kilometer ist aus ARBÖ-Sicht ebenso zu begrüßen wie die Tatsache, dass Hersteller in Zukunft mit Hilfe einer standardisierten Suchfunktion im Internet anderen Händlern ebenso uneingeschränkten Zugang zu Reparatur- und Wartungsinformationen gewähren müssen wie autorisierten Händlern und Reparaturbetrieben.

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