Matznetter: U-Ausschuss zur Bankenaufsicht versucht heute das Versagen der Aufsicht bei der Amis-Pleite klären

10.000 österreichische Sparer haben ihr gesamtes Geld verloren - Aufsicht blieb untätig

Wien (SK) - "Heute haben wir es im Untersuchungsausschuss zur Bankenaufsicht mit einem der schlimmsten Fälle, was das Versagen der Aufsicht anlangt, zu tun. 16.000 Sparer und Anleger, davon 10.000 ÖsterreicherInnen, haben ihre gesamten Ersparnisse durch die AMIS-Pleite verloren. 70 Millionen Euro an Kundengeldern sind verschwunden", sagte der SPÖ-Fraktionsführer im U-Ausschuss, Christoph Matznetter, Montag vor Beginn des Ausschusses. ****

"Tausende Menschen haben ihr Hab und Gut verloren.
Wir haben zu klären, wie so etwas unter den Augen der Bankenaufsicht passieren konnte. Das zusätzlich Bedauerliche daran ist, dass möglicherweise die Steuerzahler für den Schaden gerade stehen müssen. Alle Stopptafeln bei der Aufsicht wurden bis zuletzt ignoriert", unterstrich Matznetter.

"Wir müssen klären, warum die österreichische Aufsicht nicht gehandelt hat, obwohl der Amis-Fonds in Luxemburg von der dortigen Aufsicht längst gesperrt war", so Matznetter. Die österreichische Aufsicht habe nicht gehandelt, die Papiere wurden in Österreich weiter verkauft. Jetzt gehe es darum, Licht ins Dunkel in der Causa Amis zu bringen. "Im U-Ausschuss haben wir zu klären, wie es passieren konnte, dass die österreichischen Behörden versagt haben. Das ist unsere Aufgabe als Parlament, und das werden wir auch im Interesse der Sparer und Anleger sowie im Interesse der Steuerzahler aufklären", schloss Matznetter. (Schluss) ns

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