Planungsstadtrat Schicker berät Paris in Hochhausfragen

Wien (OTS) - Planungsstadtrat Rudi Schicker berät heute, Montag, auf Einladung seines Pariser Amtskollegen Jean-Pierre Caffet rund 40 hochrangige Politiker und Beamte der französischen Hauptstadt in Hochhausfragen. Für Schicker ist dies "ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Hauptstädten, die durch die beiden Bürgermeister Bertrand Delanoe und Michael Häupl eingeleitet und im Besonderen durch die Stadtplanung Wien getragen wird." Vorausgegangen war der Einladung eine Arbeitskonferenz in Wien am 27. und 28 November dieses Jahres, bei der Schicker und Caffet erstmals zusammentrafen.

Europas Metropolen und ihre Regionen sind die Motoren innovativer Entwicklung. Gleichzeitig stehen sie in Konkurrenz, als Anziehungspunkte von Investitionen, Ansiedlung und Tourismus. Da die Herausforderungen ähnlich gelagert sind, können und wollen sie aus Kooperationen untereinander profitieren. Wien und Paris intensivieren daher ihren Austausch auf Politik-, Verwaltungs- und ExpertInnenebene.

Jüngster Schritt war die Einladung einer Pariser Delegation unter der Führung des Stadtrats für Urbanismus und Architektur, Jean-Pierre Caffet, in einer zweitägigen Konferenz in Wien über aktuelle Aktivitäten in der Stadtentwicklung und Stadterneuerung zu diskutieren. Getragen wird diese fachliche Zusammenarbeit von den Geschäftsgruppen Stadtentwicklung und Verkehr sowie Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung.

In ExpertInnenrunden und in größeren Veranstaltungen im Fachkreis konnte Gleichklang in den Grundprinzipien planerischen Handelns identifiziert, aber auch unterschiedliche Herangehensweise auf ihre Übertragbarkeit überprüft werden.

Die Konferenz, die von Stadtrat Rudi Schicker mit einem Referat zur Politik der Stadtentwicklung in Wien eröffnet wurde, war auf zwei Schwerpunkte ausgerichtet: "Herausforderungen und innovative Aktivitäten im Rahmen einer neuen Stadtentwicklungs- und Stadterneuerungspolitik", sowie "Die Stadtentwicklungspläne - PLU, STEP05 und ihre Umsetzung".

Besonderes Interesse von Pariser Seite fanden die Wiener Erfahrungen mit der Integration hoher Bauten in das Stadtgefüge, sowie der Umgang mit dem kulturellen Erbe, die breiten Aktivitäten der Stadterneuerung auf Quartiersebene (Verkehrsberuhigung, Gebietsbetreuung, Bürgerbeteiligung), die Umsetzung von Großprojekten in den "Zielgebieten" des Stadtentwicklungsplans mit Einbindung der Bevölkerung und Gender Mainstreaming in der Stadtplanung.

Zu Ende wurde von beiden Seiten der deutliche Wunsch nach einer Fortsetzung dieses fruchtbaren Austausches betont, der 2003 mit der Eröffnung der Wiener Architekturausstellung "Stand der Dinge" im Pariser Architekturzentrum Pavillon de l’Arsenal durch die beiden Bürgermeister begonnen hatte.

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