Wiener Gemeinderat beschließt morgen Freitag Flächenwidmung für Areal des Otto Wagner-Spitals

Erhaltung des historischen Ensembles mit gleichzeitiger Modernisierung des Spitalsbereichs

Wien (SPW-K) - Im Wiener Gemeinderat steht morgen Freitag der Beschluss eines neuen Flächenwidmungsplanes für das Areal des Otto Wagner-Spitals auf der Tagesordnung. "Das Otto-Wagner-Spital gehört zu den architektonisch wertvollen historischen Spitalsanlagen Europas. Um den medizinischen Bereich für die zukünftigen Anforderungen fit zu machen, bedarf es einer weiteren Modernisierung der medizinischen und pflegerischen Versorgung", betont Gemeinderat Christian Deutsch. "Die Neuwidmung von Teilen der Gesamtanlage sichert den Spitalstandort, gleichzeitig bleiben aber alle kulturell wertvollen Gebäude auf dem Areal des Otto-Wagner-Spitals erhalten und das Grünareal wird wesentlich vergrößert."

Bei der Nutzung der frei werdenden Flächen werde der Denkmal- und Ensembleschutz streng beachtet und die BürgerInnen in die Neuplanungen der freiwerdenden Flächen einbezogen, so Deutsch weiter. "Insgesamt wird das Grünland um 96 Prozent erhöht, die bebaubare Fläche um 66 Prozent reduziert und das Bauland um 37 Prozent verringert." Alle historisch und kulturell wertvollen Gebäude würden durch eine Schutzzone zusätzlich geschützt.

Das Erholungsgebiet Steinhof werde von 23 Hektar auf 42 Hektar vergrößert. "Das beliebte Freizeitareal wird dadurch nahezu verdoppelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht", so Deutsch. Geplant sei auch eine entsprechende Grünraum-Gestaltung und die Anlage von Wanderwegen.

Zahlreiche Wünsche und Anliegen von BürgerInnen seien im vorliegenden Flächenwidmungsplan berücksichtigt, so Deutsch. "Weiters hat es an 6.000 Haushalte im Umfeld Einladungen gegeben, in Arbeitsgruppen mitzuwirken, um in Form einer Bürgerbeteiligung gemeinsam das Areal weiterzuentwickeln. Diese Gespräche werden fortgesetzt!"

Kurz gefasst: Die Flächenwidmung stellt sicher, dass

  • das Spital auf den westlichen Teil konzentriert und einem zeitgemäßen medizinischen Standard angepasst werden kann,
  • der Wald- und Wiesengürtel unangetastet bleibt und sogar noch vergrößert wird,
  • im Zusammenwirken mit dem Naturschutzgesetz im Landschaftsschutzgebiet keine Bebauung erfolgen wird,
  • die neue Flächenwidmung doppelt so viel Grünland ausweist wie die bestehende,
  • die Grünflächen öffentlich zugänglich gemacht werden (Wanderwege...)
  • das Bauland um ein Drittel reduziert wird,
  • alle historisch und kulturell wertvollen Gebäude und Anlagen erhalten bleiben und durch eine Schutzzone zusätzlich geschützt werden
  • bei der Nutzung der frei werdenden Flächen im Otto-Wagner-Spital der Denkmal- und - Ensembleschutz streng beachtet wird und - die BürgerInnen in die Neuplanungen der freiwerdenden Flächen einbezogen werden (Schluss)

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