Gaßner: In der Frage Temelin muss aufs Tempo gedrückt werden

Wien (SK) - "Ich darf heute für die Leute sprechen, die ganz in
der Nähe zu Temelin wohnen. Denn die fürchten sich noch viel mehr als alle anderen", so der aus dem Mühlviertel stammende SPÖ-Bereichssprecher für Landwirtschaft und Kommunale Angelegenheiten, Kurt Gaßner, am Donnerstag im Parlament. Die Forderungen in Bezug auf das tschechische Atomkraftwerk von BM Pröll wie Qualität vor Tempo und die Abhaltung von einem Sicherheitsdialog seien seit fünf oder sechs Jahren überfällig. "Wenn die Menschen das gehört haben, dann verstehen sie die Welt nicht mehr", unterstrich Gaßner. Zwar sei verständlich, wenn Qualität eingefordert werde, jedoch müsse "man aufs Tempo drücken", wenn es um die Lösung der Probleme gehe. ****

Auch der vielbeschworene Sicherheitsdialog werde nicht eingehend genug geführt. So habe BM Pröll in einer Pressekonferenz verlautbart, dass er dem tschechischen Botschafter die Leviten gelesen habe. Dieser Botschafter habe jedoch eine andere Auffassung vertreten und darauf hingewiesen, dass es keinen völkerrechtlich bindenden Vertrag gebe und Pröll im Gespräch kaum auf das Melker Abkommen hingewiesen habe. "Ich frage mich, welcher Dialog wird hier geführt", bemerkte Gaßner. Und dabei würden die Störfälle in Temelin immer mehr, und Experten würden darauf hinweisen, dass die dauerenden Abschaltungen zu einer höheren Gefährdung führen würden. Von Seiten der Regierung würde immer nur beschwichtigt, aber nicht gehandelt. (Schluss) sw

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