Klement: Rogners Tibet-Zentrum ist nicht authentisch!

Wien (OTS) - Die Rogner Academy veranstaltete (und finanzierte) dieser Tage in Knappenberg ein Einführungsseminar zur Tibetischen Medizin. Jeder der 22 Teilnehmer (darunter auch Robert Rogner jun.) erhielt zum Abschluß ein "begehrtes" Zertifikat. Dauer des Seminars:
1 Tag (inkl. Besuch des Harrer-Museums). Demnächst soll der nächste "Kurs" beginnen. Karin Jelinek von der Rogner Academy meint: "Damit ist der Beweis erbracht, "dass sich die Investitionen rund um das Tibet-Projekt auf jeden Fall lohnen werden."

"Obwohl es sehr wahrscheinlich ist, dass ich mit meiner Beurteilung des Rogner-Tibet-Projektes heftigen Widerspruch hervorrufen werde, bleibe ich dabei: Rogners Tibet-Zentrum ist nicht authentisch und deshalb zum Scheitern verurteilt", meint dazu der geschäftsführende Landesparteiobmann der FPÖ Kärnten NAbg. Karlheinz Klement. "Ich habe für diese meine Meinung gute Gründe: Warum nur sollte ein smarter Bau-Tycoon wie Rogner, dessen (legitimes) Streben bisher stets auf die Erzielung von Gewinn ausgerichtet war, plötzlich der tibetischen Religion, Medizin und Philosophie verfallen sein und bar jeglicher finanzieller Überlegungen ein authentisches, also echtes Tibet-Zentrum errichten? Der Verdacht, dass hier eine weitestgehend fremde, geheimnisvolle Kultur der Motor handfester Geschäftsinteressen sein soll, liegt für mich nahe. Für mich besteht kein Zweifel, was Rogner mit "seinem" Tibet-Zentrum will: Schlicht und einfach Geld verdienen."

Damit aber befinde sich Rogner schon vom Ansatz her in grundsätzlich direktem Widerspruch zu den Inhalten und Werten des tantrischen Lamaismus. "Dieser nämlich erblickt im Streben (Gier) nach weltlichen Genüssen eine der Ursachen für ein leidvolles Leben", erklärte Klement. "Ein Crash der Intentionen seines Wellness-Hotelbetriebes mit denen des Tibet-Zentrums erscheint mir daher unausbleiblich."

Seine Heiligkeit, der Dalai Lama, hat bereits anläßlich der Grundsteinlegung unmissverständlich verkündet, den Betrieb des Tibet-Zentrums mit kritischem Auge beobachten zu wollen. Er werde dabei stets höchste Authentizität einfordern. Im Klartext dürfen diese Aussagen des Tibet-Zentrum-Schirmherrs wohl nur so verstanden werden, dass er keinesfalls gewillt ist, das Zugpferd resp. Aushängeschild für ein Pseudo-Tibet-Zentrum abzugeben.

"Sollte dieser Fall eintreten - und ich zweifle nicht daran - , wird sich Seine Heiligkeit, der Dalai Lama, sofort zurückziehen und dem Projekt jegliche Authentizität entziehen. Hüttenberg würde fortan von den Lamaisten gemieden werden", warnte Klement. Ich halte fest: Die FPÖ-Kärnten hat das Projekt "Tibet-Zentrum-Hüttenberg" von allem Anfang an kritisch ablehnend beurteilt. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wir sind nämlich davon überzeugt, dass ein wahrhaft authentisches Tibet-Zentrum den Interessen eines kommerziell betriebenen Hotels unvereinbar diametral gegenüber steht."

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