Brosz: Frühförderung von Vorschulkindern Gebot der Stunde

Grüne: Konzept des verpflichtenden Vorschuljahres ist unausgegoren

Wien (OTS) - "Hinter dem vor allem von der SPÖ geforderten verpflichtenden Vorschuljahr steht kein ausgegorenes Konzept. Zunächst muss sichergestellt werden, dass dieses Vorschuljahr kostenlos angeboten wird. Es kann ja wohl nicht ernsthaft daran gedacht sein, dass der Schulbesuch schulgeldfrei ist, nicht aber der verpflichtende Kindergartenbesuch. Diese Kosten müssen im gegenwärtigen System aber von den Ländern getragen werden. Gerade bei Kindern aus sozial benachteiligten Familien muss das Ziel ein möglichst frühzeitiger Kindergartenbesuch und nicht nur ein verpflichtendes Vorschuljahr sein," so der Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz.

"Die pädagogischen Voraussetzungen sind zudem unzureichend. Eine effektive Frühförderung ist mit Gruppengrößen bis zu 28 Kindern nicht möglich. Der verbreitete Einsatz von einheitlichen Arbeitsblättern als Schwerpunkt der Frühförderung reicht nicht aus. Wenn Frühförderung ernst genommen wird, muss auch die Ausbildung der KindergärtnerInnen durch einen universitären Teil erweitert werden. Die plakative Forderung nach einem verpflichtenden Vorschuljahr ist noch kein wirksames Konzept," so Brosz.

"Die Frühförderung von Vorschulkindern ist aber selbstverständlich ein Gebot der Stunde. Alle bildungspolitisch erfolgreichen Länder setzen auf Frühförderkonzepte. Kindergartenkinder werden dabei schon vor dem Schuleintritt gefördert, damit sprachliche oder andere Rückstände nicht erst in den Volksschulen auffallen. In der österreichischen Bildungspolitik wurde die Bedeutung der Frühförderung in der Vergangenheit immer unterschätzt. Bildungsministerin Gehrer hat lapidar erklärt, dass sie für Kindergärten nicht zuständig sei", so Brosz.

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