Billard - Das Spiel der Kaiser und Könige kehrt in die Hofburg zurück

Wien (OTS) - Am Mittwoch, 13. Dezember 2006 organisiert der Klub
der Wiener Kaffeehausbesitzer in Zusammenarbeit und auf Initiative des 15fachen Staatsmeister, Europameister und Besitzer des Billard Café Weingartner Heinrich Weingartner, die Endveranstaltung des Billardturniers der Wiener Kaffeehäuser. Die für die Öffentlichkeit kostenfrei zugängige Veranstaltung findet von 13.30 - 19.00 Uhr im Forum des Wiener Hofburg Kongresszentrums statt.

Bevor die besten Hobbyspieler gegeneinander antreten, erfahren die BesucherInnen des Turniers in einem Workshop vom Staatsmeister Heinrich Weingartner persönlich alles wesentliche rund um Regeln, Traditionen, Queues, Bällen und vieles mehr. Ebenfalls anwesend ist die 13-jährige Samira Mölzer, Juniorenmeisterin ihrer Altersklasse, sowie der bekannte Pianist und begeisterter Hobbyspieler Oleg Maisenberg.

"Seit den Anfangstagen der Wiener Kaffeehäusern ist das Billardspiel im Café ein wichtiger Faktor und eine liebgewordene Tradition geworden. Als Obmann des Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer freut es mich besonders, dass heutzutage immer mehr Gäste - alt und jung zugleich - das Billard Spiel in den Kaffeehäusern frequentieren und so auch wieder zu einer populären Sportart machen." sagt KR Maximilan K. Platzer über sein Engagement.

Die folgenden Wiener Kaffeehäuser nehmen an der Endveranstaltung teil: Café Anzengruber, Burg-Café, Café Goldengel, Café Krugerhof, Café Erdinger, Café Max, Café Ritter, Café Fichtl, Café Sperlhof, Café Kriemhild, Café Carambol, Café Goldegg, Café Schopenhauer, Volksopern Café, Café Sperl, Café St. Marx, Café Raimann, Café Eßling und Café Schwarz.

Die Monarchen als Trendsetter ihrer Zeit
Billard ist eines der ältesten Spiele und ursprünglich als exklusive Freizeit-Beschäftigung der Kaiser und Könige entstanden. Vom französischen König Louis XI und Louis XVI, Napoleon Bonaparte mit Maria Luise von Österreich oder Ludwig II - sie alle fanden beim Billardspiel eine niveau- und stilvolle Entspannung. Das Billardspiel stand beim Adel und der gesamten gehobenen Gesellschaft hoch im Kurs.

Schon Mozart spielte im Wiener Kaffeehaus Billard. "Mozart war ein leidenschaftlicher Billardspieler und spielte schlecht. Wenn ein berühmter Billardspieler in Wien ankam, hat’s ihn mehr interessiert, als ein berühmter Musiker." beschreibt der Goethe-Freund Sulpice Boisserée Mozarts Spielsucht.

In der Zeit des Biedermeiers war das Wiener Kaffeehaus nicht nur Brennpunkt von Politik und Gesellschaft, Kunst und Literatur sondern ein privater und geselliger Treffpunkt um Karten, Schach oder Billard zu spielen. Letzteres war bei namhaften Gästen wie Ferdinand Raimund oder Nikolaus Lenau sehr beliebt.

Billardmuseum Weingartner
Nur wenige Meter vom Café Weingartner in Wien 15 entfernt präsentiert Heinrich Weingartner seine Sammlung zum Thema Billard im Kaffeehaus. Ein bezauberndes Universum voller antiquarischer Queues, Tischen und wunderschönen Bildern. Hier finden Sie Original-Elfenbein-Kugeln aus den Anfangstagen des Billard ebenso wie eine gigantische Sammlung billardbezogener Abbildungen aus Satirezeitschriften. Heinrich Weingartner ist ein wandelndes Lexikon und führt mit einer Fülle an charmanten Anekdoten durch seine Sammlung. Ein Muss für Freunde der Wiener Kaffeehauskultur.

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