Niederwieser: Kostenangabe von rund 300 Mio. Euro für Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auch von LH Pühringer bestätigt

Wien (SK) - "Die genauen Zahlen über Klassen mit mehr als 25 Schülern habe ich vom Ministerium zwar immer noch nicht bekommen, aber schön langsam lichten sich die Nebel und die Strategie mit den Horrorzahlen wird deutlich!", betonte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst in Reaktion auf die Angaben zu den Kosten der Senkung der Klassenschülerzahlen auf 25 im oberösterreichischen Landtag. Dort hatte LH Pühringer vorgerechnet, dass dies im Endausbau für die OÖ-Pflichtschulen 35 Mio. Euro kosten würde. Für Niederwieser ist damit klar: "Das würde auf Österreich hochgerechnet rund 280 Mio. Euro Mehrkosten ergeben -also sogar weniger als die von uns errechneten 300 Mio. Euro. Oberösterreich hat ca. 19% aller österreichischen SchülerInnen und an den Pflichtschulen befinden sich rund zwei Drittel aller Jugendlichen - der Rest ist eine einfache Rechnung." ****

Vor diesem Hintergrund seien die Zahlen, die jüngst aus dem Bildungsministerium mit fast 500 Mio. Euro angegeben wurden, besonders zu kritisieren: "Das ist Zweckpessimismus und würde nahelegen, dass an den Bundesschulen Klassen mit über 25 die Regel sind. Für die ersten Klassen mag das stimmen, insgesamt aber sicher nicht", so Niederwieser mit Blick auf eine Tabelle:

Klassen und Schüler nach Schularten Schuljahr 2004/05
Klassen Schüler/innen Durchschnitt
Pflichtschulen 32.771 669.388 20,4
AHS 8.094 197.418 24,3
BHS 5.366 132.060 24,6
BMS 2.320 54.735 23,6

Für ihn stelle sich aber auch noch eine andere Frage: "Wenn wir im Jahr 2006 ein Bundesbudget für die Schulen in der Höhe von sechs Milliarden Euro haben (und da sind auch die Lehrerkosten für die Pflichtschulen größtenteils enthalten), dann müsste es auch mit normalem Hausverstand klar sein, dass bei den derzeitigen durchschnittlichen Schülerzahlen je Klasse die Mehrkosten nicht 500 Millionen ausmachen können."

Der SPÖ-Bildungssprecher ist weiters nicht der Meinung, dass man für eine Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auf den Finanzausgleich warten müsse, weil bei den Lehrerkosten nicht vorgesehen ist, dass die Länder mitzahlen. Lediglich bei den 4.300 LehrerInnen an den Berufsschulen zahlen die Länder ein Drittel der Kosten. Niederwieser:
"Wenn die Bundesländer alle für die Senkung sind, dann ist es angebracht, dass sie wie bisher mit den Gemeinden für den erforderlichen Schulraum an den Pflichtschulen sorgen und der Bund die Mehrkosten bei den Lehrern übernimmt." (Schluss) up/mb

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