PID bringt's

Erfolgreiche Präimplantationsdiagnostik (PID)

Wien (OTS) - Im Juni 2005 gelang die erste Präimplantationsdiagnostik (PID, genauer gesagt die Polkörperdiagnostik - PKD) am Wiener Wunschbaby-Zentrum durch die Zusammenarbeit des IVF-Experten Univ. Prof. Dr. Wilfried Feichtinger mit dem Humangenetiker Univ. Prof. Dr. Markus Hengstschläger. Bereits im folgenden August trat die erste Schwangerschaft nach PID ein. Mittlerweile verhalf die PID schon einigen Familien zur Vergrößerung. Davon konnten sich Journalisten beim heutigen Pressegespräch mit den beiden Experten sowie betroffenen Müttern mit ihrem Nachwuchs überzeugen.

Besonders geeignet ist die Polkörperdiagnostik für Frauen, die bereits mehrere erfolglose IVF-Versuche hinter sich haben und für Frauen über 35. Bei jenen Patientinnen, die über ihre Erfahrungen sprachen, führte die künstliche Befruchtung nach der PID sofort zum Erfolg. Maria Warter war eine der ersten, die diese Diagnose in Anspruch nahm: "Wir haben uns sehr gefreut, als wir hörten, dass diese Methode nun möglich ist. Ich hatte vorher schon 3 Fehlversuche und sah die PID als letzte Chance für uns, doch noch ein eigenes Baby zu bekommen." Ihre Tochter Leonie Melinda ist 4 Monate alt. Bei Monika Halvax-Schöll ging es noch einfacher: "Ich hatte erst einen erfolglosen IVF-Versuch hinter mir, bei dem ich auf die Therapie nicht ansprach. Dann wurde die Therapie umgestellt, ich entwickelte 9 Eizellen, die Nummer 6 schien besonders Erfolg versprechend und das Ergebnis - unsere Tochter Simone - habe ich hier am Schoß."

Einige Daten:

Seit Einführung der PID am Wunschbaby-Zentrum wurden hier 1026 Eizellen von 225 Patientinnen untersucht. Davon waren 48,37 % normal und 51,63 % pathologisch.

Bei den über 40-jährigen Frauen wurden nach einer PID 10,34 % schwanger, ohne nur 6,45 %

Besonders erfreulich ist das Ergebnis bei den unter 35 Jahre alten Frauen, die vor dem Einsatz der PID bereits erfolglose IVF-Versuche hinter sich gebracht hatten: Hier konnten nach der PID in 34 % der Fälle normale Schwangerschaften verzeichnet werden, ohne PID nur 24,46 %. Nach der PID war keine einzige Fehlgeburt eingetreten, ohne PID in 10,87 % der Fälle.

"Es wäre wünschenswert, dass der IVF-Fonds auch anteilig Kosten für die PID übernimmt", sind sich Feichtinger und Hengstschläger einig, "denn durch die PID können IVF-Versuche eingespart werden."

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