Deutsche Burschenschaft reagiert empört auf den im steirischen Landtag von Sozialdemokraten eingebrachten Antrag mit dem Ziel schlagende Verbindungen zu verbieten

Bonn (ots) - Bewertung als undemokratisch und absurd sowie Ankündigung jegliche Rechtsmittel auszuschöpfen

"Dieser Antrag ist ein durchsichtiges Manöver, um mißliebige politische Ansichten zu kriminalisieren. Damit übt die SPÖ Steiermark den geistigen Schulterschluß mit den Nationalsozialisten, die die Burschenschaften 1939 auch in Österreich zwangsauflösten", so Hannes Schmid, Sprecher des über die Staatsgrenzen hinaus wirkenden gesamtdeutschen Studenten- und Akademikerverbandes Deutsche Burschenschaft (DB) und Mitglied der Akad. Burschenschaft Brixia Innsbruck zum Antrag schlagende Verbindungen zu verbieten. Der Verband, dem auch 22 österreichische Burschenschaften angehören, prüft derzeit vorsorglich die Verfassungsmäßigkeit des Antrages und kündigt im Falle der Durchsetzung den Gang zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg an.

Mit völligem Unverständnis reagiert Hannes Schmid auf die Begründung des Antrages, in der der frühere Briefbombenterror und Wiederbetätigung mit Burschenschaften in Verbindung gebracht werden:
"Die Feststellung schlagende Burschenschafter würden ´teilweise haarscharf an der Wiederbetätigung vorbeischrammen´ demaskiert die Antragsteller, denn damit geben die selbsternannten Demokratiewächter offen zu, daß Ihnen nicht gefällt, daß Burschenschafter sich rechtlich nichts zu Schulden haben kommen lassen".

Neben vielen anderen Organisationen, die sich bereits gegen ein eventuelles Verbot ausgesprochen haben, votierten in einer Internet-Abstimmung des Standards bis zum heutigen Tage gerade einmal 20 % (absolut 2.029 Stimmen) für und nahezu 80 % (absolut 8.106 Stimmen) gegen ein Verbot von schlagenden Burschenschaften. "Eindeutiger kann ein demokratisches Votum nicht sein! Die Damen und Herren der SPÖ sollten sich mehr in Demokratie üben und nicht alles verbieten wollen, was sich rechtsstaatlich gegen sozialistische Utopien wendet", so Hannes Schmid abschließend.

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