LH Haider kündigt Modernisierung der Bildungsreinrichtungen an

Wirtschaftsbericht Kärnten präsentiert - LH Haider und Vizekanzler Gorbach: Kärnten erfolgreich auf Zukunftskurs unterwegs

Klagenfurt (LPD) - Der Wirtschaftsbericht Kärnten 2005/2006 wurde heute, Mittwoch, im Rahmen einer Wirtschaftskonferenz diskutiert und in einer Pressekonferenz von Landeshauptmann Jörg Haider und Vizekanzler Hubert Gorbach präsentiert. "Er widerspiegelt die Kärntner Erfolgsgeschichte", resümierte Gorbach.

Der Landeshauptmann betonte, dass Kärnten in dem Wirtschaftsbericht und den zugrunde liegenden Gutachten des IHS Kärnten sehr viel Anerkennung für seinen wirtschaftspolitischen Weg erhalte. Kärnten sei weiter erfolgreich darin, die Modernisierung und Strukturveränderungen hin zu neuen hochwertigen Arbeitsplätzen voranzutreiben.

Im Technologiesektor gebe es mit inzwischen 20.000 Arbeitsplätzen mehr Beschäftigte als beispielsweise im Bereich Tourismus. Viele beschäftigungswirksame Großprojekte wie Magna, das Turboladerwerk des Mahlekonzerns in Feistritz ob Bleiburg, das Stronach-Projekt Schloss Reifnitz, der Bau des Plattenwerks Kaindl (Funder) oder die Errichtung eines Stahlwerks seien auf Schiene oder derzeit in Verhandlung, sagte Haider. Auch eine Herzklinik mit Hotel sei geplant, wobei wiederum 500 weitere Arbeitsplätze entstehen könnten. Kärnten habe mit 2,2 Prozent Zuwachs der Bruttowertschöpfung 2005 ein hohes Wachstum, allein die Industrieproduktion mit einem Plus von 11,7 Prozent liege viel höher als der Bundesdurchschnitt mit 7,1 Prozent. Kärnten habe Ende November mit 201.000 Beschäftigten auch den historischen Höchststand dieses Monates erreicht.

Die Modernisierung der Bildungseinrichtungen werde künftig ein zentrales Anliegen darstellen, kündigte der Landeshauptmann an. So würden derzeit allein schon bei Infineon an die 300 Forschungsarbeitskräfte gebraucht. Wichtig sei daher die gezielte Facharbeiterausbildung, unterstrich Haider auch im Hinblick auf das geplante Turboladerwerk. Das Konzept Lehre mit Matura müsse unbedingt umgesetzt werden. Auch die überbetrieblichen Lehrwerkstätten müssten gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice forciert und die Tourismusausbildung aufgewertet werden. Auch die Schaffung einer Fachhochschule für Mechatronik sei geplant, so Haider.

Vizekanzler Gorbach hob Kärnten als sehr innovatives Bundesland und als wichtigen Teil des Wirtschaftsstandortes Österreich hervor. Österreich liege in Forschung und Entwicklung auf Platz 8, in der EU auf Platz 5. In den letzten fünf Jahren seien 80 Mio. Euro vom Bund in die Forschung und Entwicklung Kärntens geflossen, sagte Gorbach. Haider teilte mit, dass die Teilnehmer der heutigen Wirtschaftskonferenz sich klar für die Umsetzung der Koralmbahn ausgesprochen haben Kärnten habe sehr stark aufgeholt.

Der Vizekanzler bekräftigte, dass an diesem Sonderprojekt und dem Vertrag nicht gerüttelt werden dürfe. Der Bund stehe voll dafür ein, die vertragskonforme Umsetzung sicherzustellen. Die Koralmbahn habe eine enorme regional-, volkswirtschaftliche und internationale Bedeutung. Auch die Chancen, die Koralmbahn als Teil der Baltik-Adria-Achse in das TEN-Programm der EU aufzunehmen, stünden gut. Er selbst werde sich beim zuständigen Kommissar persönlich dafür einsetzen, sicherte Gorbach zu. Für die Schieneninfrastruktur in Österreich seien noch nie so viel Mittel eingesetzt worden, heuer liege der Betrag bei 1,4 Milliarden Euro.
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