Klimaerwärmung: Trunk fordert Tourismus-Masterplan für Österreichs Wintersportregionen

Bartenstein bis jetzt leider untätig

Wien (SK) - Einen Masterplan für Österreichs Wintersportregionen fordert die neue Tourismussprecherin der SPÖ, die Kärntner Abgeordnete Melitta Trunk. Angesichts der prognostizierten Klimaerwärmung müsste ein solcher Plan touristische Alternativen für jene Regionen und Gemeinden aufzeigen, die davon betroffen sein könnten - vor allem jene Regionen, die unter 100 Tagen Skisaison haben, was fast 90 Prozent der Skigebiete betreffe. In diesem Zusammenhang kritisierte Trunk Wirtschaftsminister Bartenstein, der Initiativen der SPÖ in diese Richtung immer blockiert habe. ****

Ein solcher Masterplan für den Wintertourismus müsse einerseits analysieren, wo ökologisch vertretbare Neuerschließungen möglich sind - "wobei natürlich die Alpenschutzkonvention zu beachten ist". Gleichzeitig müsse es aber zu einer Veränderung der "klassischen" Philosophie im heimischen Wintertourismus kommen, so Trunk. Alternativen wie etwa der Ausbau von Themenregionen, mehr kulturelle Angebote oder die Forcierung weniger schneeabhängiger Sportarten sollten entwickelt werden. Faktum sei auch, dass sich die Liftbetreiber seit geraumer Zeit in einer bedrohlichen finanziellen Situation befinden, weil in den letzten Jahren massiv in Beschneiungsanlagen investiert wurde, was zu einer Reduktion des Eigenkapitals geführt habe.

Voraussetzung für einen solchen Masterplan sei eine Kooperation von Bund, Ländern und Gemeinden, um künftig in "infrastrukturelle Maßnahmen mit Zukunft" zu investieren.

Trunk erinnerte daran, dass die SPÖ vor rund drei Jahren von Minister Bartenstein die Finanzierung einer Studie über die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf Österreichs Wintertourismus gefordert hat. Es sei "bedauerlich", dass Bartenstein hier untätig geblieben ist und entsprechende Initiativen und Anträge der SPÖ mit der Parlamentsmehrheit von ÖVP und BZÖ immer abgelehnt oder schubladisiert wurden, so Trunk abschließend. (Schluss) ah

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