Staatsanwalt tritt in NEWS für eine mit Heroin unterstützte Drogentherapie ein

Walter Geyer sagt: "Heroin sollte an schwer Süchtige in kontrollierter Form abgegeben werden."

Wien (OTS) - Die Zahl der Drogentoten steigt, wie jüngste Kriminalstatistiken belegen, ständig an. Und Fakt ist: Immer mehr Süchtigen wird, wie NEWS in seiner am 7. Dezember erscheinenden Ausgabe berichtet, die "Ersatzdroge" Substitol zum Verhängnis.

Grund: Der Inhalt der Tabletten wird wie Heroin aufgekocht und injiziert. Der "Flash" ist damit da.
Der leitende Staatsanwalt Walter Geyer fordert nun in NEWS ein Umdenken in der Drogentherapie: Um dem Dealen mit Substitol - und natürlich auch Heroin - entgegen zu wirken, fordert Geyer nun eine mit Heroin unterstützte Drogentherapie. Das bedeutet: An schwer Süchtige sollte Heroin in kontrollierter Form abgegeben werden. Heroin, das bei Amtshandlungen sichergestellt wurde - und bislang verbrannt wird.

Walter Geyer: "Man muss die Bevölkerung informieren und schließlich auch an der internationalen Entwicklung, Beispiele sind Deutschland und England, teilhaben. Unser bisheriger Weg ist sicherlich nicht das Gelbe vom Ei."

Seit rund zehn Jahren wird in Österreich an stark Heroinabhängige retardiertes Morphin abgegeben, das am häufigsten verschriebene Medikament trägt den Handelsnamen Substitol. Oral eingenommen, erhält der Körper über 24 Stunden lang in einer gleichmäßigen Dosis Morphium, was Entzugserscheinungen lindern und die Gier nach Heroin erst gar nicht aufkommen lassen soll. Das Problem dabei: Der "Flash" - das Hochgefühl, das Sekunden nach dem Spritzen eintritt - fehlt.

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