Achtung Korrektur: Grüne Wien schlagen Alarm - Rekordwerte bei der Feinstaubbelastung

Maresch: Feinstaub-Grenzwert in Wien bereits an 100 Tagen überschritten

Wien (OTS) - Im letzten Satz muss es statt "WM 2008" richtig heißen: EURO 2008.

Einen neunen Rekordwert von Tagen mit Feinstaubgrenzwertüberscheitungen wird es heuer in Wien geben. In der Leopoldstadt wurde bei der Messstelle Taborstraße bereits an über 100 Tagen der Feinstaubgrenzwert überschritten. 30 Überschreitungstage wären maximal erlaubt. Damit gibt es bereits Anfang Dezember für heuer die meisten Überschreitungstage seit der Einführung von PM-10-Feinstaubmessungen in Wien. Im Jahr 2005 gab es 92 Überschreitungstage, 2004 54 Überschreitungstage und 2003 95 Überschreitungstage. Diese Bilanz zeigt sehr deutlich die Umweltsituation in Wien. "Simas angeblich starke Stimme für den Umweltschutz ist in den letzten Monaten sehr, sehr leise geworden", kommentiert Rüdiger Maresch, Umweltsprecher der Grünen Wien die fehlenden Feinstaubmaßnahmen in Wien. Anders ist ja die stetige Verschlechterung der Wiener Luftsituation nicht zu verstehen.

Wie eine Studie des Umweltbundesamtes belegt bedeutet die hohe Feinstaubbelastung für die Wienerinnen und Wiener eine Verkürzung der Lebenserwartung um 12 Monate.

Bedenklich bei der Situation sei vor allem auch, dass die Bevölkerung nicht ausreichend über die schlechte Luftqualität in Wien informiert wird. So wurden von der Stadt Wien bisher nur 40% der Messdaten der hoch belasteten Station Taborstraße an das Umweltbundesamt übermittelt (Daten nur bis Mitte Mai). "Dadurch entsteht bei interessierten BürgerInnen der Eindruck, dass die Luftqualität in Wien gar nicht so schlecht ist", erläutert Maresch.
(http://www.umweltbundesamt.at/umweltschutz/luft/luftguete_aktuell/ue
berschreitungen)

In der Leopoldstadt sei die Situation aufgrund der massiven Baustellentätigkeit und des hohen Verkehrsaufkommens besonders schlecht, aber auch an den anderen Wiener Messstellen werden heuer negative Rekordwerte an Überschreitungstagen erreicht werden. "In Bezug auf die Situation im zweiten Bezirk ist besonders zu kritisieren, dass die Stadt Wien noch immer nicht ein ernst zu nehmendes Verkehrskonzept für die EURO 2008 vorgelegt hat", betont Maresch abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat
Erik Helleis
Tel.: (++43-1) 4000 - 81766
Mobil: 0664 52 16 831
mailto: erik.helleis@gruene.at
http://wien.gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0004