Schaunig. "Wirtschaftsförderung in Kärnten muss neu gestaltet werden"

Arbeitsplätze sind das Ziel

Klagenfurt (SP-KTN) - "Wenn das Land im Tourismusbereich verstärkt eine Beteiligung im Hotelbereich anstrebt, muss es dafür nicht nur klare Richtlinien sondern auch festgelegte und limitierte Geldmittel geben", forderte heute, Mittwoch, SPÖ-Vorsitzende Gaby Schaunig. Generell sollte ein Unternehmer, der ein Projekt umsetzen will, bereit sein, auch entsprechende Eigenmittel einzusetzen.

"Das Moosburger Projekt scheint ein weiteres Beispiel für Luftschlösser des BZÖ zu sein", fürchtet Schaunig und erinnert an das angekündigte Hotelprojekt auf der Flattnitz, das Ravensburger Spieleland, Sea Life in Pörtschach, usw. "Es gibt für das Hotel in Moosburg keine Gesellschaftsverträge und keine gesicherte Bankfinanzierung. Das einzige, was vorliegt, ist ein Business-Plan, der wohl mehr Traum als Wirklichkeit ist. Die Einnahmen sind unrealistisch angesetzt."

Parallel dazu inserieren Unternehmer in Kärntner Tageszeitungen, dass sie gerne in unserem Land investieren möchten. "Noch dazu in Regionen wie am Ossiacher See, wo die Kärntner Tourismusholding bereits ein Seegrundstück in bester Lage besitzt", wundert sich Schaunig. Ich weiß nicht, ob dahinter realisierbare Projekte stehen, aber zumindest erkundigen könnten sich die zuständigen Landesgesellschaften einmal.

Generell sind in Kärnten bei der Wirtschaftsförderung hohe Mitnahmeeffekte zu vermuten. "Förderungen müssen an Arbeitsplätze und Qualifizierung gekoppelt werden", so die SPÖ-Vorsitzende. Beispielsweise werden Förderungen an Betriebe im Bereich Metall- und Maschinenbau ausgeschüttet. Die Betriebe klagen aber, dass zu wenig ausgebildete ArbeiterInnen in diesen Bereichen vorhanden sind und sie ausgebildete MitarbeiterInnen dringend brauchen würden.

"Ich fordere verstärkt Stiftungen, die gezielt für bestimmte Unternehmen ausbilden, denn es ist unumstritten, dass eine Ausbildung der ArbeitnehmerInnen die beste Wirtschaftsförderung ist", schloss Schaunig.

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