Loos-Ausstellung in Rom eröffnet

Österreichisches Historisches Institut ist Mitorganisator der ersten großen Ausstellung über den österreichischen Architekturrevolutionär in Italien

Wien (OTS) - In der Nationalgalerie für moderne Kunst in Rom wird heute Abend die erste große Ausstellung über das Werk des österreichischen Architekten Adolf Loos (1870-1933) in Italien eröffnet. Wesentlichen Anteil am Zustandekommen dieser Schau hat das Österreichische Historische Institut in Rom unter der Leitung von Professor Richard Bösel. Bis 11. Februar 2007 sind 190 Objekte, darunter Zeichnungen, Modelle, zeitgenössische Fotografien und andere Dokumente zu sehen. Die Leihgaben stammen aus der Albertina, aus anderen Wiener Museen und aus Privatbesitz. Zur Ausstellung erscheint ein 350 Seiten starker Katalog.

Unter dem Titel "architettura - utilità e decoro" wird dem italienischen Publikum erstmals eine große Anzahl von Entwürfen und Bauten von Adolf Loos vorgestellt, an denen sich die wesentlichen Entwicklungsstufen seines Werkes nachvollziehen lassen. Zu sehen sind sowohl die visionären aber nicht realisierten Projekte, mit denen Loos sich an internationalen Wettbewerben beteiligt hat, als auch die bekannten Bauten wie das Haus am Michaelerplatz, das Geschäftslokal der Firma Knize, das Café Museum und Wohnbauten wie die berühmte Werkbundsiedlung.

Mit Ausnahme der Finanzierung zeichnet das Österreichische Historische Institut (ÖHI) Rom für die gesamte Ausstellung verantwortlich: Initiative, Ausstellungskonzept, wissenschftliche Koordination und Katalogherausgabe. Obwohl Adolf Loos auch in der Architektenschaft Italiens eine regelrechte Kultfigur darstellt, hat - abgesehen von einer kleinen Schau zu seinen Lebzeiten in Mailand -bisher noch nie eine Ausstellung über den großen Österreicher der modernen Architektur in Italien stattgefunden.

Die Ausstellung ist Dienstag bis Sonntag von 8.30 bis 19.30 Uhr geöffnet: Galleria Nazionale d'Arte Moderna, Viale delle Belle Arti, 131
Parallel zur Ausstellung werden eine Vortragsreihe und Video-Dokumentationen im Österreichischen Historischen Institut in Rom in der Viale Bruno Buozzi veranstaltet.

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