Neue Technologie bei Umwälzpumpen

Österreichische Energieagentur setzt auf ecofacility Berater als Multiplikatoren

Wien (OTS) - Umwälzpumpen gelten als bisher stark unterschätzte Energieverbraucher. Seit kurzem ist eine neue Technologie auf dem Markt, die die Effizienz der Pumpen um bis zu 70 Prozent steigert. Um dieses Know-how rasch zu etablieren und das Potenzial auszuschöpfen, setzt die Österreichische Energieagentur in Zusammenarbeit mit Pumpenherstellern auf Multiplikatoren. Daher fand nun für die Berater des klima:aktiv Programms ecofacility ein spezifisches Beratungsseminar statt.

Dass man für das Heizen Wärmeenergie benötigt, ist jedem klar. Dass dafür Strom, der die Wärme vom Heizkessel zu den Radiatoren bringt, erforderlich ist, wissen wenige. Umwälzpumpen, die diese Leistung erbringen, sind bisher stark unterschätzte Energieverbraucher. Laut Schätzungen der Österreichischen Energieagentur verbrauchen sie pro Jahr in Österreich rund 1.650 GWh Strom. In den Wintermonaten benötigen sie ein Drittel der von den österreichischen Donaukraftwerken produzierten elektrischen Energie. In Haushalten zeichnet die Umwälzpumpe wiederum für rund ein Zehntel des Stromverbrauchs verantwortlich. Eine neue Technologie ermöglicht nun Energieeinsparungen von bis zu 70 Prozent.

Um das Know-how über die neue Technologie auf dem österreichischen Markt möglichst rasch zu etablieren, setzt die Österreichische Energieagentur auf ecofacility-Berater als Multiplikatoren. Das klima:aktiv Programm ecofacility verfügt über ein Beraternetzwerk mit über 40 unabhängigen Beratern, die Eigentümer und Verwalter von privaten Dienstleistungsgebäuden dabei unterstützen, ganzheitliche Gebäudemodernisierungen und
-optimierungen durchzuführen. Diese Berater wurden vergangene Woche über Effizienzpotenziale von Umwälzpumpen geschult. Um das Seminar möglichst praxisnahe zu gestalten, wurde eng mit den Anbietern von Umwälzpumpen kooperiert. Das Seminar brachte die wichtigsten europäischen Pumpenhersteller an einen Tisch. Grundfos, Wilo, Biral sowie der österreichische Hersteller Vogel-Pumpen zeigten in ihren Vorträgen die aktuelle Entwicklung und die damit verbundenen Energieeinsparungen auf. In der Diskussion zwischen den Experten konnten technische Fragestellungen erläutert werden. Die Energieagentur hofft auf eine Fortsetzung der Kooperation mit der Pumpenindustrie.

Beim Seminar wurde auch die Idee hinter dem freiwilligen Effizienzlabel vorgestellt. Die europäische Pumpenindustrie hat - um die neue Technologie rascher am Markt zu etablieren - eine freiwillige Energieverbrauchskennzeichnung entsprechend dem bekannten Effizienzlabel der EU eingeführt. Es wurde weiters diskutiert, wie man vor Ort die Potenziale erkennt und die Kunden möglichst rasch von hocheffizienten Pumpen überzeugt.

Auch die EU forciert den Markteintritt der effizienten Umwälzpumpen. Sie unterstützt das Programm Energy+pumps, an dem neben Partnern aus neun europäischen Ländern auch die Österreichische Energieagentur teilnimmt. Ziel des Programms ist es, dass relevante Käufergruppen öffentlich erklären, verstärkt hocheffiziente Pumpen einzusetzen. Erste Erfahrungen zeigen, dass der Markt durchaus bereit ist, und einige Einkäufer bereits effiziente Umwälzpumpen als Mindeststandard in ihren Ausschreibungen haben.

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Mag. Claudia Aigner
Österreichische Energieagentur
Tel: 01/586 15 24 - 63
Mail: claudia.aigner@energyagency.at
Web: www.energyagency.at
www.klimaaktiv.at
www.ecofacility.at
www.energypluspumps.eu

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