Wehsely: Künftig 300 Euro fürs rasche Deutschlernen

Kindern von ZuwanderInnen das Rüstzeug für Chancengleichheit mitgeben

Wien (OTS) - "Für die Stadt Wien ist Unterstützung beim Deutschlernen die dringendste Integrationsmaßnahme. Besonders Kinder und Jugendliche brauchen unsere tatkräftige Hilfe, damit sie das Rüstzeug für ein gleichberechtigtes Leben mit auf ihren Weg bekommen", erklärte die Wiener Integrationsstadträtin Sonja Wehsely am Mittwoch gegenüber der Rathaus-Korrespondenz. Die Stadt Wien setze daher mit vielen Maßnahmen in den Wiener Grätzln auf Unterstützung von Anfang an. Die Ausweitung der sprachlichen Frühförderung in den Wiener Kindergärten sowie die vorgezogene Schuleinschreibung, die derzeit laufe, seien hier zuvorderst zu nennen. Die etwas Älteren, die nach Österreich kommen, werden u. a. mit dem Maßnahmenbündel "StartWien" gefördert. Diese Intensivkurse bieten rund 800 Jugendlichen einen Start in weiterführende Ausbildungen oder den Beruf. Und: "In seiner gestrigen Sitzung hat der Wiener Stadtsenat gegen die FPÖ beschlossen, den Wiener Sprachgutschein für NeuzuwanderInnen von 100 Euro auf 300 Euro zu erhöhen", betonte Wehsely.****

Der Hintergrund: Im Jahr 2005 hat die für Integrations- und Diversitätsangelegenheiten zuständige MA 17 erstmals neben der Förderung von Deutsch- und Alphabetisierungskursen einen Sprachgutschein für NeuzuwanderInnen eingeführt. Durch das Anfang des Jahres in Kraft getretene Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz wurde die Zielgruppe des Sprachgutscheins deutlich erweitert. Alle Personen, die seit 1. Jänner zur Einhaltung der Integrationsvereinbarung verpflichtet wurden und eine Niederlassungsbewilligung oder den Aufenthaltstitel "Familienangehörige" erteilt bekommen haben, erhielten bislang direkt durch die Einwanderungsbehörde MA 35 einen Sprachgutschein der Stadt Wien in Höhe von 100 Euro. Dieser Betrag wird nun verdreifacht.

Die Erfahrungen des vergangenen Jahres zeigen, dass für viele Personen die nötige Vorfinanzierung eines 300-Stunden-Deutschkurses bis zur Höhe von 1.500 Euro finanziell schwer oder nicht leistbar ist, zumal der Bund die Hälfte der Kurskosten erst im Nachhinein refundiert. "Außerdem sind 750 Euro Eigenleistung pro Familienmitglied eine enorme finanzielle Belastung. Ein Ehepaar mit einem Kind müsste so 4.500 Euro für die Deutschkurse vorstrecken. Ohne die Hilfe der Stadt Wien bliebe letztlich eine Belastung von 2.250 Euro", schloss Wehsely. (Schluss) me

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