Niederwieser: Schüssel will Verantwortung für Bildungsmisere Eltern umhängen

Wien (SK) - "Sehr bedauernswert" ist für SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser, dass ÖVP-Obmann Schüssel seine Lehren nicht gezogen hat: "weder aus der PISA-Studie, noch aus den Ratschlägen der Zukunftskommission und schon gar nicht aus dem Wahlergebnis". "Wie schon Ministerin Gehrer im Jahr 2004 macht nun Schüssel den gleichen Fehler: Er macht für die Schwächen im österreichischen Bildungssystem die Eltern verantwortlich, obwohl es die Politik dieser noch im Amt befindlichen Regierung ist. Das werden sich jene, die unter der Bildungsmisere zu leiden, aber die sie nicht zu verantworten haben -also Eltern, Schüler und Lehrer - nicht gefallen lassen", so Niederwieser Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Es sei allerhöchste Zeit, endlich die notwendigen Bildungsreformen einzuleiten und zügig umzusetzen. Schade sei allerdings, dass Schüssel dies nicht erkennt. Schüssel hatte gestern erklärt, dass die PISA-Kritik und "das dauernde Schlechtreden des Bildungssystems Blödsinn" wäre, und die Probleme darin liegen würden, dass die Eltern ihre Verantwortung an die Schulen "outsourcen" würden. "Nicht genug, dass die Eltern ohnehin mit vielen Problemen konfrontiert sind - oft nicht an den Berufsalltag angepasste Schulöffnungszeiten, teilweise sehr hohe Zusatzkosten für schulische Angebote, Studiengebühren und horrende Ausgaben für Nachhilfe - hängt ihnen Schüssel jetzt auch noch die Verantwortung für das Versagen der schwarz-blau-orangen Bildungspolitik um", so Niederwieser abschließend. (Schluss) cs

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