Österreichs E-Wirtschaft investiert seit Jahren hohe Summen in Forschung und Entwicklung

Energieforschungsgemeinschaft der E-Wirtschaft feiert 15jähriges Bestehen

Wien (OTS) - "Das Thema Energieforschung ist von höchster Aktualität - und zwar in allen Bereichen der Elektrizitätswirtschaft", so der Präsident des Verbandes der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ), Leo Windtner, anlässlich der Feierlichkeiten zum 15jährigen Bestehen der Energieforschungsgemeinschaft im VEÖ. Ausschlaggebend dafür sind mehrere Gründe: Die Abhängigkeit von Strom-Importen sowie die strukturelle aber auch politische Abhängigkeit unseres Landes von -in ausländischer Hand befindlichen - Primärenergieträgern wie Öl und Gas und die zu gewährleistende Sicherheit und Preisstabilität der Energiesysteme sowie die Umweltveränderung durch Emissionen, aber auch das Thema "effizienter Einsatz der wertvollen Ressource Strom" -um nur einige zu nennen.

"Dass in Zukunft alle Erzeugungsarten bei der Stromproduktion zum Einsatz kommen müssen, ist für mich jedenfalls eine Conditio sine qua non", so der VEÖ-Präsident, "Denn nur ein flexibler Erzeugungsmix, das heißt, ein ausgewogenes Zusammenspiel der Erzeugung aus erneuerbaren und fossilen Energieträgern, kann die Stromversorgung in unserem Land nachhaltig - und auf hohem Qualitätsniveau -gewährleisten und ist eine Risikoversicherung gegen Importabhängigkeiten", so Windtner weiter. "Forschung wird in der E-Wirtschaft seit eh und je groß geschrieben, das zeigen auch die diesbezüglichen Aufwendungen der Branche von rund 180 Millionen Euro in den letzten fünfzehn Jahren", betonte der VEÖ-Präsident. "Schließlich kommt der Energieforschung ein hoher Stellenwert zu, denn ihre vorausschauenden Ergebnisse sichern den kommenden Generationen nicht nur die Energieversorgung, sondern auch den Lebensstandard", so Windtner weiter.

EFG: Koordinierungsstelle für Forschung in der E-Wirtschaft
Die österreichische Elektrizitätswirtschaft hat am 1. Juli 1991 die Energieforschungsgemeinschaft (EFG) mit Sitz im Verband der Elektrizitätsunternehmen Österreichs gegründet, um gemeinsam noch mehr Schlagkraft für die Forschung einzubringen - zusätzlich zu den unternehmensspezifischen Forschungen. Die EFG koordiniert gemeinsame Projekte der Branche in den Bereichen Erzeugung, Netz, Handel und Vertrieb, Umweltschutz etc. Diese übergeordnete Forschungstätigkeit der EFG ergänzt die Aktivitäten der einzelnen VEÖ-Mitgliedsunternehmen. Die EFG initiiert darüber hinaus Kooperationen mit internationalen Gremien, koordiniert gemeinsame internationale Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten und berät bei der Nutzung nationaler wie internationaler Fördermittel beziehungsweise der Teilnahme an Förderprogrammen der EU und anderer internationaler Organisationen. Ziel der Energieforschungsgemeinschaft im VEÖ ist es, den aktuellen Wissensstand über technologische Entwicklungen im Energie- und Umweltbereich im Sinne der nachhaltigen Bewirtschaftung von Ressourcen des Energie- und Ökosystems nicht nur seinen Mitgliedsunternehmen, sondern auch der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Aktuelle Schwerpunkte der Forschungstätigkeit der Energieforschungsgemeinschaft sind:

  • Entwicklung und Erforschung umweltfreundlicher, treibhausgasreduzierender Energiesysteme und erneuerbarer Energiequellen
  • ökonomische, sozioökonomische und ökologische Aspekte der Energie im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung
  • Mitwirkung an den energie- und elektrizitätswirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der nationalen und internationalen Gesetzgebung

"In der Energieforschungsgemeinschaft des VEÖ wurden in den letzten fünfzehn Jahren Projekte im Auftragswert von rund zehn Millionen Euro durchgeführt. Diese Forschungsinvestitionen waren essenziell für die Weiterentwicklung des gesamten heimischen Energiesystems und werden in Zukunft - noch mehr als heute -wesentlich zur nachhaltigen Entwicklung der Energieversorgung beitragen", unterstrich der Vorsitzende der Energieforschungsgemeinschaft im VEÖ, Heinz Kaupa, die Bedeutsamkeit dieser Aufwendungen.

Hohe Investitionen der österreichischen E-Wirtschaft in eine nachhaltige Energieversorgung

In den vergangenen 15 Jahren wurden von der Branche insgesamt rund 180 Millionen Euro für die Forschung und Entwicklung (F&E) aufgebracht. Doch die Herausforderungen der Zukunft sind nicht weniger geworden - im Gegenteil: Forschung und Entwicklung müssen mehr denn je vorangetrieben werden. Denn nur so können innovative Erzeugungstechnologien optimiert und an die kosteneffektive Marktreife herangeführt werden. Diese können dazu beitragen, Österreichs Abhängigkeit von importierten Ressourcen sowie Strom-Importen zu verringern. Andererseits kann aber auch bei "traditionellen" Erzeugungstechnologien zum Beispiel durch die Erhöhung des Wirkungsgrades oder die Weiterentwicklung der "Clean Coal Technologies" die Produktion der elektrischen Energie in Zukunft noch umweltschonender erfolgen als heute. Die östereichische Stromproduktion ist bereits heute weitestgehend ökologisch ausgerichtet, um diese aber auch in Zukunft nachhaltig zu gestalten, tätigt die österreichische E-Wirtschaft hohe Investitionen in die Forschung, und leistet auf diese Weise ei-nen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz.

Auch im Bereich der Netzinfrastruktur gibt es für die Energieforschung künftig genug zu tun: Einerseits bedarf es eines weiteren Ausbaues, um vorhandene Engpässe zu beheben und zukünftige zu vermeiden. Andererseits muss darüber hinaus die Netztechnik weiterentwickelt und an die Anforderungen der vermehrt dezentralen Einspeisung angepasst werden.

"Wir haben in unserem Forderungsprogramm der österreichischen E-Wirtschaft an eine neue Bundesregierung ausdrücklich daraufhingewiesen, dass die Förderung von Forschung und Entwicklung unumgänglich ist. Denn nur so können Investitionen in neue Erzeugungsformen sichergestellt und neue Technologien an die Marktreife herangeführt werden", betonte Leo Windtner. "Die Erkenntnisse der Forschungsprojekte schaffen die Voraussetzungen für eine nachhaltige und auch international wettbewerbsfähige Energieversorgung. Die Energieforschung muss als strategisches Hilfsmittel für eine richtungsweisende Energie-, Wirtschafts- und Umweltpolitik begriffen werden. Deshalb werden die E-Wirtschaft und der VEÖ auch in Zukunft für die Forschung entsprechend notwendige Geldmittel bereitstellen", so der VEÖ-Präsident abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

VEÖ-Kommunikation
Astrid Benkovits
Tel.: 01-501 98-301

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVE0001