"Felix Salten. Schriftsteller-Journalist-Exilant"

Ausstellung im Jüdischen Museum

Wien (OTS) - Mit Felix Salten widmet das Jüdische Museum Wien, Dorotheergasse 11, einer der vielschichtigsten und schillerndsten Persönlichkeiten der Literaturszene der Jahrhundertwende um 1900 und ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Ausstellung. "Felix Salten. Schriftsteller-Journalist-Exilant", 5. Dezember 2006 bis 18. März 2007, beschreibt den Lebensweg und das Werk des literarischen Multitalents Salten, dessen Oeuvre neben zwei völlig widersprüchlichen und bis heute bekannten Welterfolgen "Bambi" einerseits und "Josefine Mutzenbacher" andererseits, Prosa und Theaterstücke, Operettenlibretti und Filmdrehbücher , Reiseberichte, Kinderbücher, journalistische Arbeiten etc. umfasst. Darüber hinaus war Salten auch als Kunstkritiker und Übersetzer tätig, bracht es bis zum Präsidenten des österreichischen Pen-Clubs und war eine der zentralen Figuren des intellektuellen Wien seiner Zeit. 1869 als Siegmund Salzmann in Budapest geboren, wuchs Salten in Wien auf und machte hier Karriere. Exemplarisch ist sein Lebenslauf ist auch in seiner tragischen Komponente: 1939 wurde er ins Schweizer Exil vertrieben, wo er 1945 starb.

Die Ausstellung widmet sich dem Lebenslauf und Schaffen Saltens, macht das soziale Biotop erlebbar, in dem er lebte, arbeitete und, modern gesagt, seine Netzwerke spann. Arthur Schnitzler war sein Freund, Theodor Herzl bewunderte er, für Gustav Klimt setze er sich ein, mit Karl Kraus verband ihn eine innige Feindschaft. Sein Lebenslauf und seine Persönlichkeit waren geprägt von der Monarchie und dem daraus resultierenden Umfeld in Wien, von den jüdischen Wurzeln, von Positionen zwischen liberaler Assimilation, kultureller Modernisierung und Zionismus. Er steht für eine Generation, die den kulturellen Reichtum Wiens mehrte, die Stadt zur Metropole machte und den dank in Vernichtung und Exil fand.

Die Schau stellt das private Leben des Autors ebenso vor , wie sei umgangreiches literarisches Werk: Schwerpunktsetzungen zeigen die urbane Kultur der Zeit, Saltens Verhältnis zum Zionismus, sein Theaterschaffen und sein Wirken im Film, "Bambi" mit dem Welterfolg durch Walt Disneys Verfilmung und die erotische Komponente mit der "Mutzenbacherin". Erlebbar wird das reiche Lebens Saltens durch Privatfotografien, Bücher, Theaterzettel, Briefwechsel, u.a. mit Hofmannsthal, Plakate, Gemälde, Kostüme und persönliche Utensilien, wobei die Exponate vielfach aus dem in der Schweiz befindlichen Nachlass des Autors stammen. Mit dem Tribute "Felix Salten und das Kino" gibt das Filmarchiv Austria im Metro Kino vom 12. bis 16. Dezember einen Einblick in die Beziehung Saltens zu diesem in seiner Zeit noch jungen Medium und auch in die Verwertung seiner Stoffe durch das Kino späterer Jahre.

Das Jüdische Museum in der Dorotheergasse ist Sonntag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt : 5 Euro. Ermäßigt 2,90 Euro. Freier Eintritt für Schulklassen. Kostenlose Führungen jeden Sonntag um 15 Uhr. Ein Begleitprogramm ist in Ausarbeitung, der reich illustrierte Katalog kostet 25,90 Euro.

o Weitere Informationen: Jüdisches Museum Tel.: 535 04 31 Fax.: 535 04 24 Internet: www.jmw.at/ E-Mail: info@jmw.at

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(Schluss) gab

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