Blecha: Seniorenrat soll als fünfter Sozialpartner anerkannt werden

Wien (SK) - "Ich kann nur unterstreichen, dass bei allen die
ältere Generation betreffenden Fragen, diese gehört werden muss und auch mitbestimmen soll", sagte der Präsident des Pensionistenverbands Österreich, Karl Blecha, Dienstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Präsidenten des Seniorenrates, Andreas Khol. Es sei daher eine unabdingbare Forderung des Seniorenrates - der überparteilichen Interessenvertretung der österreichischen Pensionisten -, dass die Senioren als fünfter Sozialpartner anerkannt und vor Entscheidungen angehört werden sollen. Durch den Seniorenrat wird immerhin ein Viertel der Bevölkerung vertreten. Zudem bedauerte Blecha, dass die Pensionsanpassung nicht nach dem Pensionisten-Preisindex erfolgt sei. Im kommenden Jahr werden die Pensionen um 1,6 Prozent, das entspricht der Teuerungsrate, erhöht. Zudem gibt es sozial gestaffelte Einmalzahlungen. ****

Vom Seniorenrat werde auch eine weitere Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge abgelehnt, da es in den vergangenen Jahren bereits eine nur die Pensionisten betreffende Erhöhung dieser Beiträge um einen Prozentpunkt gegeben hat, so Blecha. "Eine neuerliche Anhebung kommt nicht in Frage, genauso wenig wie eine Erhöhung der Selbstbehalte bei Gesundheitsleistungen", sagte der PVÖ-Präsident, der ab 1. Jänner die Präsidentschaft im Seniorenrat übernehmen wird. Der Seniorenrat trete weiters für die Legalisierung der Rund-um-die-Uhr-Betreuung von zu pflegenden Menschen ein. Es sei recht und billig, wenn für die Legalisierung dieses Beschäftigungstyps bis Juli 2007 alle Vorbereitungen getroffen werden, unterstrich Blecha.

Zum Pensionisten-Preisindex (PPI) erklärte der Seniorenvertreter, dass dieser Teil des Verbraucherpreisindexes (VPI) sei. Der Warenkorb sei derselbe, nur die Gewichtung der Waren sei eine andere. Daher habe sich für 2006 eine Differenz von 0,4 Prozent zum VPI ergeben. Um die Kaufkraft der Pensionisten zu erhalten, sei eine Anhebung der Pensionen nach dem PPI notwendig, da beispielsweise die Kosten für Heizen oder für die Gesundheit in Pensionistenhaushalten deutlich stärker ins Gewicht fallen als bei Durchschnittshaushalten. Ausdrücklich begrüßten Blecha und Khol, dass durch eine Grundsicherung die Ausgleichszulage auf 726 Euro, also über die Armutsgrenze, angehoben werden soll. (Schluss) ns

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