Gorbach: Bundesregierung steht zum Projekt Koralmtunnel

Bekräftigung des Vorhabens im heutigen Ministerrat

Wien, 05-12-2006 (OTS) - "Aus aktuellem Anlass ist im heutigen Ministerrat nochmals die Bedeutung des Koralmtunnels aus regional-und volkswirtschaftlicher Sicht und als internationaler Verkehrsweg besprochen worden. Dabei wurde vom Finanz- und vom Verkehrsminister auf den am 15. Dezember 2004 zwischen Finanzministerium, Verkehrsministerium, den Ländern Kärnten und Steiermark und den ehemaligen Österreichischen Bundesbahnen und der damalige Eisenbahn -Hochleistungsstrecken AG als Rechtsvorgänger der ÖBB - Infrastruktur Bau AG unterzeichneten Vertrag hingewiesen und das darin beinhaltete Bekenntnis zum Koralmtunnel bekräftigt", erklärte Verkehrsminister Hubert Gorbach heute im Anschluss an den Ministerrat.

Grundlage dieses Vertrages sei damals der gemeinsame Wunsch der Vertragspartner gewesen, die Inbetriebnahme der Koralmbahn zum ehest möglichen Zeitpunkt anzustreben und die verkehrswirksame Durchbindung der Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt über den Koralmtunnel bis zum Jahre 2016 sicherzustellen, so Gorbach weiter. "Im Hinblick auf die regionalwirtschaftliche Bedeutung haben sich ja die beiden Länder Kärnten und Steiermark außerdem zu einem Baukostenzuschuss in der Höhe von Euro 140 Mio. verpflichtet - und sie stehen natürlich nach wie vor dazu. Ich bin mir sicher, dass dies für alle Vertragsunterzeichner gilt. Damit verbunden ist aber die Verpflichtung aller Vertragspartner, alle notwendigen Schritte zu setzen und Voraussetzungen zu schaffen, um eine vertragskonforme Umsetzung des Projektes sicherzustellen", meinte der Verkehrsminister.

Abschließend verwies Gorbach außerdem auf einen diesbezüglich zwischen den Verkehrsministern der EU-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei, Österreich und Italien am 12. Oktober 2006 beschlossenen "Letter of Intent". Darin erklären die Unterzeichner, sich im Zuge der Revision der TEN-Leitlinien im Jahre 2009 dafür einzusetzen, dass die Adriatic-Baltic-Achse mit ihrem Verlauf von Danzig/Warschau/Wien/Semmering/Graz/Koralm/Klagenfurt/Villach/Bologna in das höchstrangige Schienennetz der EU aufgenommen wird. "Damit wären auch Finanzierungsbeiträge der EU für die Planung und Errichtung des Koralmtunnels möglich", schloss Gorbach.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Carl Ferrari-Brunnenfeld
Pressesprecher
BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Tel.: (++43-1) 53 115/2142
carl.ferrari-brunnenfeld@bmvit.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVM0001