Neuer Industrie-Geschäftsführer sieht anhaltendes Wachstum der Branche

Engelmann erwartet auch steigende Beschäftigtenzahl - Wichtigste Säule weiterhin Export mit plus 12,3 Prozent

Wien (PWK833) - Einen "weiterhin klaren Aufwärtstrend auch im 3. Quartal 2006" ortet der neue Geschäftsführer der Bundessparte Industrie, Manfred Engelmann. Im Rahmen der heute, Dienstag, abgehaltenen Pressekonferenz betonte Engelmann, dass er mit einem anhaltenden Wachstum der Branche, aber auch mit einer steigenden Beschäftigtenzahl rechne. "Doch ein wenig Kopfzerbrechen bereitet uns, wie wir die durchaus gute Geschäftslage auch 2007 fortsetzen können. Der prophezeite Rückgang im Wirtschaftswachstum des kommenden Jahres wird auch seine Auswirkungen auf unsere Branche haben. Hier müssen wir aktiv bleiben, insbesondere weil nach einer längeren Durststrecke nun auch eine steigende Beschäftigtenzahl zu erwarten ist", so der neue Industrie-Geschäftsführer.

So wird von den Fachverbänden die Konjunkturentwicklung positiv eingeschätzt, womit sich die hohe Erwartung aus den Vorquartalen fortsetzt. "Diese Erwartungslage müssen wir am Leben erhalten", so Engelmann. Er erwarte sich von der morgen, Mittwoch, stattfindenden Runde der Koalitionsverhandlungen, zu der auch die Sozialpartner beigezogen werden, substanzielle und umsetzbare Vorschläge für mehr Wirtschaftswachstum und das grundsätzliche Bekenntnis zu nötigen Reformen.

Insgesamt verzeichnete die heimische Industrie mit ihren etwa 413.000 Beschäftigten im ersten Halbjahr einen Anstieg der abgesetzten Produktion um nominell 9,8 Prozent auf fast 58 Mrd. Euro. Als wichtigste Säule der Industriekonjunktur präsentiert sich einmal mehr der Export: Nach einem Wachstum von 4,6 Prozent im Gesamtjahr 2005, legte der Industrie-export um 12,3 Prozent im Zeitraum von Jänner bis September 2006 zu. Die Warenlieferungen in die EU-25 verzeichneten ein Plus von 10,7 Prozent. Alleine nach Deutschland beträgt das Exportplus 2,4 Mrd. Euro oder plus 10,6 Prozent. Überdurchschnittlich entwickelten sich die heimischen Ausfuhren nach Amerika (+ 17,9 Prozent), nach Asien (+ 18,8 Prozent) und nach Afrika (+ 16,8 Prozent).

Erste zaghaft positive Anzeichen kommen von der Beschäftigtenfront: Im Startquartal 2006 reduzierte sich die Beschäftigtenzahl in den Industriebetrieben um 1,1 Prozent. Im Zeitraum April bis Juni 2006 konnte der Beschäftigtenabbau aber gebremst werden. Für das 3. Quartal rechnet die Bundessparte Industrie mit einer Zunahme der Beschäftigten um ein halbes Prozent. So erwarten diesmal 4 Fachverbände eine steigende Beschäftigtenentwicklung, 12 sprechen von keiner Veränderung, während 2 Fachverbände mit einem Beschäftigtenrückgang rechnen. (us)

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