Zuviel Lobby für Krebskranke kann es nicht geben!

Wien (OTS) - Krebs muss kein Schicksaal sein, wenn bestehende Ressourcen unserer Gesellschaft optimal eingesetzt werden, schließlich werden 45% aller Männer und 38% aller Frauen in ihrer Lebenszeit an Krebs erkranken, und das vor dem Hintergrund, dass Krebs die Erkrankung mit der stärksten Stigmatisierung und der höchsten Angstbelastung für Betroffene ist.

Das bestätigten sowohl Prim. Univ. Prof. Dr. Richard Greil, Vorstand der III. Medizinischen Univ. Klinik mit Hämatologie und Onkologie in Salzburg als auch Prim. Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig, Vorstand des Zentrums für Onkologie und Hämatologie im Wilhelminenspital Wien, anlässlich eines Expertengesprächs, das die Patientenselbsthilfegruppe Myelom Kontakt Österreich gemeinsam mit dem größten Biotechhersteller AMGEN am 4.12 veranstaltete. Dabei wurde vor allem die Notwendigkeit von Forschung und klinischen Studien bestätigt, an denen Betroffene teilnehmen können. Diese Meinung vertritt auch Obfrau der Selbsthilfegruppe Elke Weichenberger: "Leider sind bis heute viele Krebsarten auch trotz Früherkennung nicht heilbar, so zum Beispiel das Multiple Myelom, eine Teilnahme an klinischen Studien in den entsprechenden Expertenzentren ist daher oftmals anzuraten." Das bestätigte auch Dr. med. Barbara Möller MPH, Unternehmenssprecherin AMGEN Österreich:
"Ohne Forschung und Entwicklung kann es keine neuen Ansätze in der Therapie geben. Um eine bessere Lebensqualität der Betroffenen zu gewährleisten, müssen Therapien laufend weiterentwickelt werden."

Diese Forderung unterstrich auch Prof. Greil vor allem in der stets geführten Diskussion der explodierenden Medikamentenkosten im Onkologiebereich und erklärte: "Tatsächlich betragen die Kosten für Krebsmedikamente ca. 80 Millionen in Österreich, was einem Anteil von 0.5% der Gesamtgesundheitskosten entspricht. Dennoch haben diese Kosten, die an wenigen zentralisierten Krankenhäusern in Österreich und dabei wiederum an wenigen Abteilungen anfallen, dazu geführt, das Gefühl der Unfinanzierbarkeit der Krebstherapie zu verbreiten. Prof. Ludwig weist auf das Verbesserungspotential in der Krebstherapie hin. Obwohl wir in Österreich eine bemerkenswerte Qualität in der onkologischen Versorgung vorweisen und auf eine 5-Jahres-Überlebensrate von knapp über 50% hinweisen können, fehlen Ergebnisanalysen und Vergleiche zwischen den verschiedenen Krankenhäusern und den einzelnen niedergelassenen Ärzten. Aufgrund der vorliegenden Betreuungsstruktur, ist es derzeit möglich, komplexe Krebsoperationen oder aufwendige Chemotherapien ohne erforderliche Mindestfrequenz pro Jahr vorzunehmen. Dies ist nur ein Beispiel für den vorliegenden Optimierungsbedarf.

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