WGKK: Erhöhte Qualität beim "Krebs-Abstrich" - mehr Sicherheit für Frauen

Wiener Gebietskrankenkasse initiiert praxisorientiertes Projekt zur Erhöhung der Qualität von Krebsabstrichen

Wien (OTS) - Mit einer Qualitätsinitiative hat die Wiener Gebietskrankenkasse dem Gebärmutterhalskrebs den Kampf angesagt. Es ist heutzutage nicht mehr notwendig, dass Frauen an dieser Krebsart sterben", unterstreicht Prof. Claudia Wilfing, Qualitätsbeauftragte der Wiener Gebietskrankenkasse. Ein jährlicher Krebs-Abstrich könnte dazu beitragen, Neuerkrankungen mit größter Wahrscheinlichkeit in einem frühen Stadium zu erkennen und so zu vollständiger Heilung führen. Voraussetzung für die Früherkennung ist allerdings, dass der so genannte PAP-Abstrich und das dabei entnommene Zellmaterial optimal befundet wird. Wiener Ärztinnen und Ärzte wollen durch die Teilnahme an der Initiative die Qualität ihre Leistungen weiter erhöhen. ****

Sicherheit und Bequemlichkeit für Frauen erhöhen

Hier setzt die Qualitätsinitiative unter der Leitung von Prof. Wilfing an: "Wir möchten größtmögliche Sicherheit und Bequemlichkeit für die Frauen erreichen und verhindern, dass Frauen den Krebsabstrich wiederholen müssen, weil die erste Abnahme nicht aussagekräftig genug war. Weiters soll eine Optimierung der Befundqualität stattfinden, da in Folge von fehlendem Zellmaterial Interpretationsfehler nicht ausgeschlossen werden können." Laut einer internationalen Studie sind bis zu 60 Prozent der falsch negativ befundeten Abstriche auf Entnahmefehler und eine inadäquate Ausstrichtechnik zurückzuführen, rund 40 Prozent auf Interpretationsfehler.

Maßnahmen zur PAP-Abstrich-Optimierung

Zur Verbesserung der genannten Punkte (Probeentnahme, Ausstrichtechnik, Befundqualität) stellt die WGKK den beteiligten Partner diverse qualitätsgesicherte Abnahmeinstrumente kostenlos zur Verfügung. Weiters sollen Gynäkologinnen und Gynäkologen durch Experten aus den Bereichen Pathologie und Zytologie im Zuge einer Informationsveranstaltung mit Diskussionsforum zu optimaler Abstrichtechnik informiert werden. Zudem ist die Intensivierung der Kommunikation zwischen den einzelnen Fachdisziplinen von entscheidender Bedeutung, um bessere Resultate zu erzielen. Dies ist z.B. im Rahmen von Befundbesprechungen geplant. "Wir sehen unsere Qualitätsinitiative als Hilfestellung und Dienstleistung für unsere Vertragspartner, die in der Folge auch den Patientinnen zugute kommen wird.

Beteiligte Partner

Die WGKK-Qualitätsinitiative "PAP-Abstrich-Optimierung" erfolgt in Kooperation mit den Fachgruppen Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Pathologie der Wiener Ärztekammer. Beteiligt sind rund die Hälfte aller WGKK-Vertragsgynäkologen sowie alle Vertragspathologen. Weiters beteiligen sich Gynäkologinnen und Gynäkologen aus den vier WGKK-Gesundheitszentren und dem Hanusch-Krankenhaus sowie das Pathologie-Institut des Hanusch-Krankenhauses. Das praxisorientierte Projekt ist für den Zeitraum bis Ende 2007 anberaumt und soll mit einer Endevaluierung aller erhobenen Daten rund um den PAP-Abstrich abgeschlossen werden.

Gebärmutterhalskrebs-Prävention: Impfung allein wäre zu wenig

Ein Großteil, jedoch nicht alle Zervixkarzinome ist viral bedingt. Impfungen können daher kein Ersatz für einen regelmäßigen PAP-Abstrich sein. Seit der Einführung des kostenlosen PAP-Abstrichs als Präventionsmaßnahme gegen das Zervikalkarzinom vor rund 30 Jahren ist die Erkrankungs- und Sterberate in diesem Bereich deutlich zurückgegangen. Nichtsdestotrotz werden laut Statistik Austria jährlich um die 1.500 Neuerkrankungen in Österreich diagnostiziert, davon ca. 300 in Wien. Pro Jahr erliegen 500 Frauen dieser Krebsart, in Wien sind es rund 110.

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Mag. Gabriele Pflug
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