UGöd: "Antrag auf Rechtsfähigkeit der GÖD ist falsches Zeichen"

UGöd lehnt die von FCG und FSG angestrebte finanzielle und personelle Autonomie der Einzelgewerkschaft GÖD ab.

Wien (OTS) - "An eigenständiger Finanz- und Personalpolitik hat es in der Vergangenheit nicht wirklich gefehlt - was der ÖGB zu seiner Reform braucht und mehr noch seine Mitglieder, ist die solidarische Zusammenarbeit über Gewerkschafts- und Fraktionsgrenzen hinweg," begründet Reinhard Sellner, vom Vorsitzteam der UGöd die Ablehnung des Antrags 001 zum Gewerkschaftstag der GöD.

Verbesserung der Arbeitsbedingungen und damit der Qualität des Bildungs-, Sozial und Gesundheitswesens, der Sicherheit, der Rechtssprechung wie der Verwaltung, Sicherung und Ausbau der öffentlichen Dienste und des öffentlichen Dienstrechts - zentrale Anliegen der öffentlich Bediensteten - brauchen die ÖGB-weite Solidarität. Der ÖGB braucht zu seiner Reform die Solidarität der GÖD. "Und zwar gelebte Solidarität, auch die finanzielle, um den Herausforderungen einer veränderten Arbeitswelt wirkungsvoll begegnen zu können - und keine Lippenbekenntnise ohne wirkliche Substanz."

Die stimmberechtigten Delegierten der UGöd werden für die Ablehnung dieses Antrages stimmen und für einen solidarischen und demokratisch verfassten ÖGB. "Wir sind lediglich 3 von 641 Delegierten, obwohl wir 6,87% der in der GÖD organisierten KollegInnen vertreten. Das ist eines der tatsächlichen Probleme der GöD, dass nämlich Minderheiten nicht entsprechend ihrer Stärke vertreten sind, dass die UGöd trotz dieser Stärke nach wie vor nicht als Fraktion anerkannt ist, was in ziemlich jeder anderen Gewerkschaft selbstverständlich wäre. Kurz - dass es in der GÖD ein akutes Demokratieproblem gibt," schließt Ilse Sirinek, zweite UGöd Vorsitzende. Ein FCG-FSG-Antrag zur demokratischen Reform der GÖD und ihrer Fraktionsordnung liegt dem Gewerkschaftstag übrigens nicht vor.

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Unabhängige GewerkschafterInnen in der GÖD
Reinhart Sellner, Ilse Sirinek - Vorsitzende der UGöd

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