Aktuelle Spectra-Umfrage: OÖN bleiben unangefochten Platzhirsch

Nur fünf Prozent für "Österreich"

Linz (OTS) - Nicht den behaupteten fulminanten Start hat die
Zeitung "Österreich" in Oberösterreich hingelegt, obwohl sie großteils gratis oder nur um 20 Cent vertrieben wird. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Spectra. "Österreich" kommt gerade auf fünf Prozent, die OÖN werden von mehr als sechsmal so vielen Leuten gelesen.

Obwohl seit drei Monaten drei neue Tageszeitungen in Oberösterreich erhältlich sind, ist die Position der OÖNachrichten vom schärferen Wettbewerb vollkommen unberührt geblieben. Dies ist das aktuelle Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes Spectra, das 539 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher zu ihrem Zeitungskonsum befragt hat.

Position gefestigt

Dieses Ergebnis (Schwankungsbreite +/- 4,5 Prozent) belegt, dass alle drei neuen Tageszeitungen, "Österreich" aus dem Hause Fellner, "Die Neue" (Wimmer-Medien, gratis) bzw. "Heute" (Eva Dichand, gratis) an die Position von OÖN und Kronen Zeitung nicht im mindesten herankommen. Für die OÖN hat Spectra im Erhebungszeitraum (25. Oktober bis 15. November) 356.810 Leserinnen und Leser pro Nummer in Oberösterreich ermittelt. Dazu kommen noch rund 23.000 Leser außerhalb unseres Bundeslandes (Zahl aus der letzten Mediaanalyse), also ingesamt rund 380.000 Leser.

Deutliche OÖN-Steigerung

Dies wäre eine deutliche Steigerung gegenüber der vorjährigen Mediaanalyse.

Methodisch gesichert ist, dass die OÖN laut Spectra in unserem Bundesland mehr als sechsmal stärker sind als das Boulevard- und Billig-Produkt "Österreich", für das Spectra nur 57.550 Leser in Oberösterreich erhoben hat.

Damit liegt das Fellner-Blatt drei Monate nach dem groß angekündigten Start unter dem Niveau der VP-Parteizeitung "Neues Volksblatt", das in der Medianalyse 2004 60.000 Leser ausgewiesen erhalten hat. Neuere Daten liegen für das Volksblatt nicht vor.

Mit diesen Zahlen widerlegt Spectra Aussagen der Fellners, die von deutlich höheren Oberösterreich-Werten reden und die damit auch werben. "Ich weiß nicht, wie sie zu zweistelligen Marktanteilen kommen. Mit normaler Methode ist das nicht möglich", sagt Spectra-Chef Nemetz. Er hat für das Fellner-Blatt einen Oberösterreich-Marktanteil von 5 Prozent erhoben - und zwar in einer mit der "österreichischen Mediaanalyse" identen Form. Erhoben wurden die "Leser pro Nummer", und zwar mit der Frage, welche der vom Interviewer genannten Zeitungen gestern gelesen worden sind (persönliche Interviews durch 83 Interviewer, Stichprobe nach Quotaverfahren).

Das Fellner-Blatt hat zum Zeitpunkt der Befragung seine Marketing-und Werbemaschine voll laufen lassen und mit Gutscheinen, Betriebsrats-Abos und Container-Gratiszeitungen geworben. Dennoch ist ihm "kein wirklicher Durchbruch geglückt", sagt Nemetz. "Jedes weitere Prozent Marktanteil muss mit noch höherem Werbeaufwand und damit noch teurer erkauft werden".

Nur wenige Käufer

Erhoben hat Spectra, dass "Österreich" nur von einer Minderheit gekauft bzw. abonniert wird. Der Abonnentenanteil liegt bei zwei Prozent. "Überwiegend gekauft" wird "Österreich" nur von 13 Prozent jener Personen, die schon einmal eine Ausgabe gelesen haben. Von jenen Personen, die die Billigzeitung "schon irgendwann einmal gelesen haben", haben sie 45 Prozent "überwiegend gratis" entnommen, 23 Prozent, "weil sie herumgelegen ist". Im übrigen: Gedruckt wird Österreich für Oberösterreich in Deutschland.

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