Rückgang der Arbeitslosigkeit in NÖ um 13,1 Prozent

Bohuslav: Gute Konjunktur und erfolgreiche Fördermodelle helfen

St. Pölten (NLK) - Landesrätin Dr. Petra Bohuslav präsentierte heute mit dem stellvertretenden Leiter des AMS NÖ, Mag. Karl Fakler, die aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt. Mit einem Rückgang der Arbeitslosen von 13,1 Prozent liege Niederösterreich nicht nur deutlich über dem österreichweiten Wert von 9,9 Prozent, sondern belege hinter Oberösterreich (-18,5 Prozent) auch den sehr guten zweiten Rang. Besonders erfreulich sei die Entwicklung bei der Jugendbeschäftigung, so Bohuslav: Ende November waren um 1.217 Jugendliche unter 24 Jahren (oder 16,3 Prozent) weniger arbeitslos als noch im Vorjahr. Die Zahl der Lehrstellensuchenden sank ebenfalls um 8,4 Prozent.

Sehr erfolgreich läuft derzeit das Lehrlingsauffangnetz mit 1.200 Plätzen. Jungendliche, die im ersten Anlauf keine Lehrstelle finden, haben die Möglichkeit, nach einer intensiven sechswöchigen Berufsorientierung mit der für sie passenden Ausbildung zu beginnen. "Die Plätze bei WIFI und BFI sind zur Gänze ausgebucht, was die Sinnhaftigkeit dieses Fördermodells unterstreicht", so Bohuslav.

Die Erfahrung zeige, so Bohuslav weiter, dass zwei von drei Jugendlichen im Laufe der Ausbildung eine fixe Lehrstelle bei einem Betrieb finden. Land Niederösterreich und AMS NÖ investieren im Lehrlingsauffangnetz rund 9,7 Millionen Euro, um den erfolgreichen Berufseinstieg zu sichern.

Zusätzlich bietet das "Jugendsonderprogramm - start up" 900 Jugendlichen unter 25 Jahren, die den Jobeinstieg nicht gleich schaffen, geförderte Arbeitsplätze an. 50 Prozent der Lohnkosten werden bis 12 Monate von Land und AMS getragen. Auch im territorialen Beschäftigungspakt 2006 wurden die Fördermittel gezielt für arbeitsmarktbelebende Maßnahmen wie Ausbildung, Qualifizierung, Lohnkostenzuschüsse und Förderprogramme eingesetzt. Im heurigen Jahr wurde von 127 Millionen Euro (2005) auf 154 Millionen Euro aufgestockt und damit 75.000 Personen wirksam unterstützt.

Bohuslav regt auch eine verpflichtende Berufsorientierung nach finnischem Modell an. Hier stünden in den letzten drei Pflichtschuljahren zunächst freiwillig, im letzten Jahr allerdings verpflichtend, Interessenfindung und Berufsinformation am Lehrplan. Schlussendlich weist Bohuslav noch auf die Möglichkeiten der NÖ Bildungsförderung hin, mit der lebensbegleitendes Lernen und die Absicherung des Arbeitsplatzes erreicht werden sollen.

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