Bartenstein: Arbeitslosenzahlen im Sinklug

Zahl der Arbeitslosen sinkt Ende November gegenüber Vorjahr um 10 Prozent - 34,2 Prozent mehr gemeldete offene Stellen

Wien (BMWA-OTS) - "Der Arbeitsmarkt entwickelt sich ausgezeichnet, die Trendwende am Arbeitsmarkt setzt sich fort. Die Arbeitslosenzahlen sind seit dem Frühjahr im Sinkflug. Unser Ziel ist es, bis 2010 Vollbeschäftigung zu erreichen.", sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Vorständen des Arbeitsmarktservice, Herbert Buchinger und Johannes Kopf.

"Österreich befindet sich in einer Phase hervorragenden Wirtschaftswachstums. Wir wachsen schneller als die Euro-Zone, schneller als Japan und seit dem zweiten Quartal dieses Jahres auch schneller als die USA. Das ist die beste Voraussetzung für einen weiter anhaltenden Trend zu mehr Beschäftigung und weniger Arbeitslosigkeit.", so Bartenstein. Im Vergleich zu Ende November des Vorjahres gibt es um 10 Prozent weniger Arbeitslose, während es nach einer vorläufigen Schätzung des Ministeriums um rund 59.000 mehr unselbstständig Beschäftigte gibt. Auch die Zahl der gemeldeten offenen Stellen sei um 8.255 oder 34,2 % gestiegen.

Bartenstein verwies auf die jüngste OECD-Prognose, in der die Wachstumserwartungen für heuer von 2,5 auf 3,2 Prozent nach oben revidiert wurden. Dies sei, so der Minister, zum Teil auf zunehmende Inlandsnachfrage zurückzuführen, in besonderem Ausmaß aber auf die Exportentwicklung. Österreichs Exportwirtschaft gehöre zu den wichtigsten Jobmotoren des Landes und trage wesentlich dazu bei, dass sich die Trendwende am Arbeitsmarkt bestätigt habe und Österreich auf gutem Weg in Richtung Vollbeschäftigung 2010 sei.

Es sei bereits sichergestellt, so Bartenstein weiter, dass die aktive Arbeitsmarktpolitik im bisherigen Ausmaß fortgesetzt werden könne. Das von der Qualität her einmalige Paket der Qualifizierungsoffensive werde in den kommenden Jahren fortgesetzt.

Daten zum Arbeitsmarkt per 30. November

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen Ende November 2006 um 25.524 auf 231.746 gesunken. Das entspricht einem Rückgang um 9,9 Prozent. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Männer ist um 12,7 Prozent bzw. 17.372 auf 119.590 gesunken. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Frauen ist um 6,8 Prozent bzw. 8.152 auf 112.156 gesunken. Die Zahl der vorgemerkten inländischen Arbeitskräfte liegt um 9,7 Prozent (-20.367) und jene der ausländischen Staatsangehörigen um 10,8 Prozent (-5.157) unter dem Vorjahreswert.

34,2 Prozent mehr offene Stellen

Der positive Trend bei der Entwicklung der offenen Stellen hält weiter an: Ende November 2006 liegt die Zahl der beim Arbeitsmarktservice gemeldeten offenen Stellen mit einem Bestand von 32.399 um 34,2 Prozent (8.255) über dem vergleichbaren Wert des Vorjahres.

Verweildauer 93 Tage

Die durchschnittliche Verweildauer in der Arbeitslosigkeit lag Ende November 2006 bei 93 Tagen. Damit werde, so betonte AMS-Vortand Buchinger, die Regierungsvorgabe von 90 Tagen, bereits beinahe erreicht.

28,4 Prozent weniger Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit einer Vormerkdauer über einem Jahr ist Ende November 2006 gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 28,4 Prozent (- 2.785) auf 7.037 gesunken.

Entwicklung in den Bundesländern

Ende November 2006 sinkt die Zahl der Arbeitslosen in allen Bundesländern deutlich:

Burgenland: - 12,7 Prozent (-941) Kärnten: - 8,1 Prozent (-1.564) Niederösterreich: - 13,1 Prozent (-5.340) Oberösterreich: - 18,5 Prozent (-4.883) Salzburg: - 7,7 Prozent (-1.111) Steiermark: - 11,1 Prozent (-3.760) Tirol: - 2,1 Prozent (-503) Vorarlberg: - 7,4 Prozent (-811) Wien: - 8,2 Prozent (-6.611)

Jugendliche

Die Jugendarbeitslosigkeit hat im November 2006 um 11,8 Prozent (--5.202 auf 38.792) gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres abgenommen.

Die Jugendarbeitslosenquote (15 bis 24 Jahre) nach EUROSTAT liegt mit 9,2 Prozent nach wie vor deutlich unter dem europäischen Durchschnitt (EU-25) von 17,5 Prozent (jeweils letztverfügbare Werte).

Entwicklung nach Branchen

Rückläufig ist die Arbeitslosigkeit in allen Branchen. Im Sachgüterbereich sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 15,0 Prozent, im Bauwesen um 18,9 Prozent, im Handel um 9,4 Prozent, im Fremdenverkehr um 2,7 Prozent, bei den unternehmensbezogenen Dienstleistungen um 9,8 Prozent und bei den sonstigen Dienstleistungen um 8,5 Prozent.

Schulungen und Förderungen des Arbeitsmarktservice

Mit 61.814 liegt die Zahl der Personen in Schulungen im November 2006 um 6.834 über dem Vorjahresniveau. Damit hat sich die Zahl der Arbeitslosen netto, d.h. bereinigt um die Zahl der Personen in Schulungen, um 18.690 verringert.

Position Österreichs im internationalen Vergleich

EUROSTAT weist für den November 2006 noch keinen aktuellen Wert für die Arbeitslosenquote Österreichs aus. Die vorläufige Fortschreibung des AMS Österreich gemäß EUROSTAT beträgt für den November 4,7%.

Österreich liegt damit deutlich unter dem EU-Schnitt von 8 Prozent und hinter Dänemark (3,5%), Niederlande (3,9%), Estland (4,2%) und Irland (4,2%, jeweils letzt verfügbare Werte) im Spitzenfeld der Europäischen Union.

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung liegt bei 6,6%.

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