Österreichische Entwicklungszusammenarbeit braucht offensiven Einbezug von Menschen mit Behinderungen

SP-Bayr drängt auf rasche Implementierung der Querschnittsmaterie

Wien (SK) - Am kommenden Sonntag ist Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen, den Petra Bayr als entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ zum Anlass nimmt, die Berücksichtigung der Anliegen dieser Menschen mit besonderen Bedürfnissen in den Entwicklungsländern in der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ÖEZA) in der Praxis einzufordern. "Armutsbedingt gibt es in den Ländern des Südens einen weitaus höheren Anteil an Menschen mit Behinderungen als in den reichen Gesellschaften der Länder des Nordens", so Bayr. "Gleichzeitig ist jenen der Zugang zu den Angeboten von entwicklungspolitischen Projekten eben durch ihre Behinderung erschwert, obwohl sie deren am dringendsten bedürften!" ****

"Deshalb müssen die Anstrengungen der ÖEZA dahingehend weiter verstärkt werden, gerade diese Zielgruppe besser zu erreichen", appelliert Bayr an die Außenministerin. "Unsere Aufgabe ist es, all diesen Menschen Zugang zu Entwicklungs-, Sozial- und Bildungsmaßnahmen zu ermöglichen." Die Berücksichtigung der Interessen von Menschen mit Behinderungen ist im österreichischen Entwicklungszusammenarbeits-Gesetz bereits als Prinzip verankert, sie muss demnach in allen Projekten mit einbezogen und auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden. "Diese formale Absichtserklärung war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung", so Bayr, "jetzt gilt es, sie auch Realität werden zu lassen! Nur so können wir die Ärmsten der Armen auch wirklich mit unseren Entwicklungs-Anstrengungen erreichen!"

Bayr nimmt dazu auch bei der heute stattfindenden Veranstaltung von "Licht für die Welt", welche von Bundespräsident Heinz Fischer eröffnet wird, in einem Impulsreferat Stellung und erhofft sich aus der anschließenden Diskussion zu dem Thema wichtige Anregungen für die praktische Implementierung dieses so wichtigen Prinzips. "Wir müssen uns darüber im Klaren sein", so Bayr abschließend, "dass ohne die effektive Miteinbeziehung von Menschen mit Behinderungen in die Entwicklungszusammenarbeit diese selbst de facto behindert wird!" (Schluss) ps/mp

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