ARBÖ: "Luft"-Hunderter um Linz wird immer mehr zur Alibihandlung

ARBÖ-Unterschriftenaktion wird fortgesetzt

Wien (OTS) - Der "Luft"-Hunderter auf der Autobahn von Linz bis
Enns wird immer mehr zu einer selbstgerechten politischen Alibihandlung, die von vorn herein nicht viel bringen kann. "Wir spielen bei dieser Farce sicher nicht mit und setzen unseren Protest weiter fort", kündigte der Geschäftsführer der ARBÖ-Landesorganisation Oberösterreich, Wolfgang Prammer an. Bisher haben beim ARBÖ 138.000 Menschen gegen Tempo 100 unterschrieben, davon 28.000 aus Oberösterreich.

Dass diese Maßnahme wenig bringt, zeigen die Erfahrungen in Tirol. Dort wurde im Vorjahr zwischen Landeck und Imst auf der Autobahn ebenfalls Tempo 100 verordnet. Die Evaluierung dieser Maßnahme zeigte, dass die Stickoxide lediglich um 7 Prozent und der Feinstaubemissionen um nur 6 Prozent gesunken sind. "Das magere Resultat ist völlig logisch, wenn man die Hauptverursacher schont", so Wolfgang Prammer. Hauptverursacher von Stickoxiden sind nach offiziellen Angaben des Umweltbundesamtes die LKW (mit 23 Prozent), gefolgt von Kleinverbrauchern (22 Prozent) und Industrie (21,5 Prozent). Erst dann folgen PKW mit 17,2 Prozent und die Energieerzeuger mit 9,3 Prozent.

Als Kompromiss kann sich der ARBÖ vorstellen, an besonders belasteten Tagen auch die Geschwindigkeit auf der Autobahn zu reduzieren. "Flexible Limits können nur auf Grundlage gesicherter Daten und mit Hilfe optimaler Verkehrsbeeinflussungsanlagen erfolgen", fügt Prammer hinzu. Da die ASFINAG die entsprechende Verkehrsbeeinflussungsanlage auf dieser Strecke schon im Juli nächsten Jahres realisieren kann, wäre es die beste Lösung, bis dahin zuzuwarten, statt unnötiges Geld für Wende-Taferln aus dem Fenster zu werfen.

Wie berichtet, hätte an dieser Stelle ursprünglich ein starres 100er Limit bis zum Jahr 2009 kommen sollen. Die Protestaktionen gegen diese unverständliche Maßnahme haben bewirkt, dass man davon abgerückt ist.

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