FPÖ: Wien braucht eine Welterbekonferenz!

Österreichische Bundeshauptstadt auf Grund ihrer Geschichte und Lage prädestiniert für die Abhaltung einer Welterbekonferenz!

Wien, 01-12-2006 (fpd) - In einer gemeinsamen Pressekonferenz forderten heute FPÖ-KO DDr. Eduard Schock, LAbg. Henriette Frank und der Kultursprecher der Wiener FPÖ, LAbg. GR Mag. Harald Stefan, die Abhaltung einer Kulturerbekonferenz in Wien. Auf Grund der kulturhistorischen Bedeutung Wiens und der geographischen Lage sei Wien prädestiniert für eine solche Aufgabe, so die drei Politiker heute unisono.

Klubobmann DDr. Schock stellte dazu eingangs fest, daß der Kongreßtourismus nicht zuletzt auf Grund der kulturellen Bedeutung Wiens zu einem wesentlichen Wirtschaftszweig geworden sei. Österreich liege, so Schock, laut dem Ranking der Union of International Associations im internationalen Kongreßtourismus mit 279 veranstalteten Kongressen und Konferenzen auf Platz neun (Stand 2004). Führend sind die USA (1.080 Meetings) vor Frankreich (552) und Deutschland (491). Auf den weiteren Plätzen folgen Großbritannien, Spanien, Italien, die Schweiz und Belgien, hinter Österreich auf Platz zehn liegt China inklusive Hongkong und Macao. Wien erreichte 2004 laut UIA Platz zwei der erfolgreichsten Kongreßstädte, hinter Paris und noch vor Brüssel, Genf und Singapur.
Um diesen Stellenwert auch weiterhin behaupten zu können, sei ein bewußter Umgang mit den kulturellen Schätzen unserer Stadt von großer Bedeutung, so Schock.

Aus den Fehlern anderer Länder lernen und die Bewußtseinsbildung innerhalb der Bevölkerung stärken!

In den vergangenen Jahren haben Staaten, wie etwa China, große Teile ihrer gewachsenen Bausubstanz zugunsten der wirtschaftlichen Entwicklung geopfert und ganz Landstriche dem Erdboden gleich gemacht. Auch in den ehemaligen Ostblockländern verfallen mittlerweile historisch wertvolle Gebäude, da an allen Ecken und Enden die finanziellen Mittel fehlen. Wien sei, so Frank, in der glücklichen Lage, daß sich die baulichen Sünden der Vergangenheit in Grenzen halten und wir nach wie vor eine existente Baussubstanz vorfinden. Faktum sei jedoch auch, daß es zwar in Wien massive Auflagen für den Erhalt historischer Baudenkmäler gäbe, die Konsequenzen bei einem Verstoß jedoch sehr selten geahndet werden. Auch sei es notwendig die Bewußtseinsbildung innerhalb der Bevölkerung dahingehend zu schärfen, damit unser Kulturgut wieder Allgemeingut werde. Zwar fahren die Wiener Schüler regelmäßig zu Schulschiekursen, jedoch sind Kulturreisen in den Wiener Schulen eher eine Seltenheit. Hier wäre ein Umdenken jedenfalls sehr begrüßenswert, so Frank.

Kunst- und Kulturerhalt nicht dem Zufallsprinzip überlassen!

Eine Wiener Kulturerbekonferenz soll auch eine intensivierte Zusammenarbeit aller Beteiligten bringen, denn nach wie vor ist es so, daß beim Erhalt und der Restauration im Kunst- und Kultursektor viel zu viel dem Zufallsprinzip überlassen wird. Daher sollen bei einer einzuberufenden Wiener Kulturerbekonferenz alle Beteiligten zu einem intensiven Gedankenaustausch an einem Tisch zusammenkommen. Stefan erwähte in diesem Zusammenhang die Unesco, das bundesdenkmalamt, die Landeskuratorien sowie Museumsbetreiber, Univertreter und Parteienvertreter. Wien könnte sich durch eine solche Konferenz - auch im Bereich der Erhaltung - als europäisches Zentrum etablieren und dabei von den Erfahrungen zusätzlich profitieren, so der Kultursprecher der Wiener FPÖ, LAbg GR Mag. Harald Stefan abschließend. (Schluß) jen

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