Grundsicherung: Csörgits begrüßt Grundsatzeinigung von SPÖ und ÖVP

Zur Bekämpfung der Frauenarmut ein Meilenstein

Wien (ÖGB) - "Wir ÖGB-Frauen fordern schon lange eine bedarfsorientierte Grundsicherung, um die Armut wirksam zu bekämpfen. Ich begrüße daher die gestrige Grundsatzeinigung von ÖVP und SPÖ, eine Grundsicherung von 726 Euro im Monat zu verwirklichen", sagt ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin Renate Csörgits.+++

Die Armutsgefährdung ist in den vergangenen Jahren angestiegen. Laut Bericht über die Soziale Lage 2003/2004 sind mehr als eine Million Menschen in Österreich armutsgefährdet, die Armutsgefährdungsquote beträgt 13,2 Prozent. Frauen sind mit 14 Prozent überdurchschnittlich betroffen. "Frauen im Alter ohne eigene Pension werden von der Grundsicherung profitieren. Dasselbe gilt für Arbeitslose, die nur einen niedrigen Leistungsbezug erhalten. Auch das trifft insbesondere auf Frauen zu", so Csörgits. Das durchschnittliche Arbeitslosengeld für Frauen betrug 2005 gerade 610 Euro im Monat, die durchschnittliche Notstandshilfe 435 Euro. Beide Leistungen werden zudem nur 12mal jährlich ausbezahlt, während die Grundsicherung 14mal im Jahr ausbezahlt werden dürfte.

Csörgits abschließend: "Auch für alle jene, die unfreiwillig Teilzeit bzw. prekär beschäftigt sind, ist es notwendig, dass rasch eine bedarfsorientierte Grundsicherung beschlossen wird. Zur Bekämpfung der Frauenarmut wäre die Umsetzung dieses Modells ein Meilenstein." (mf)

ÖGB, 1. Dezember
2006 Nr. 792

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